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NABU begrüßt Jahresgutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat das heute vom
Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) vorgestellte
Jahresgutachten in seiner inhaltlichen Ausrichtung als wichtiges
Barometer der deutschen Umweltpolitik bewertet. "Mit dem Gutachten
bringt der SRU nicht nur seine fachlich Expertise ein, sondern macht
auch politisch strategische Aussagen", sagte NABU-Umwelt-Expertin
Susanne Hempen.
    
    Der Rat positioniere sich eindeutig für einen Nachhaltigkeit, bei
der die Ökologie im Vordergrund stehe und soziale und ökonomische
Faktoren zu berücksichtigen seien. Der Abwertung von Umweltbelangen
in der Nachhaltigkeitsdebatte werde eine eindeutige Absage erteilt.
Der Empfehlung des Rates, Deutschland solle dabei eine Vorreiterrolle
in Europa einnehmen, müsse auch außerhalb der Umweltpolitik Rechnung
getragen werden. "Deutschland hat seit Jahren an seinem Image als
Umweltengel Europas eingebüßt. Die Bundesregierung ist jetzt
aufgefordert die ökologische Modernisierung voranzutreiben und
verstärkt eine innovationsorientierte Umweltpolitik zu betreiben", so
Susanne Hempen. Dabei müsse noch deutlicher nach dem Vorsorgeprinzip
verfahren und für viele umweltrelevante Prozesse eindeutige
Zielvorgaben festgelegt werden.
    
    Der NABU begrüße ausdrücklich, dass der Rat die Festlegung des
mittelfristigen CO2-Minderungsziels um 40 Prozent bis 2020 empfehle
und damit dem Klimaschutzkritiker Werner Müller eine klare Absage
erteile. Auch mit der Forderung nach einer Fortführung der
ökologischen Steuerreform über 2003 hinaus seien NABU und
Sachverständigenrat quasi deckungsgleich. Die Aussagen zum
Zwangspfand bewerte der NABU hingegen als kontraproduktiv. "Wir gehen
auch weiterhin davon aus, dass das Zwangspfand kommt und zu einer
Stabilisierung der Mehrweganteile führt", so Hempen.
    
    In den Punkten Flächenverbrauch und Abfallwirtschaft mahne der SRU
Handlungsbedarf an, der vom NABU unterstützt werde. "Wenn der
Flächenverbrauch mit täglich fast 130 Hektar Fläche weiter ungebremst
voranschreitet, wird dies schon sehr bald zu neuen ökologischen
Problemen führen", mahnte Hempen.
    
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