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NABU begrüßt Arbeitsprogramm zum Schutz der Wälder

    Bonn (ots) - Das gestern auf der 6. Vertragsstaatenkonferenz zum
Schutz der biologischen Vielfalt in Den Haag (COP 6) aufgestellte
Arbeitsprogramm zum Schutz der Wälder hat der Naturschutzbund NABU
als das bisher beste Programm seiner Art auf internationaler Ebene
gelobt. "Das Papier zeigt ganz klare Wege, wie den Problemen der
Waldbewirtschaftung und der andauernden großflächigen Vernichtung von
Urwäldern begegnet werden muss", sagte NABU-Naturschutzexperte
Christoph Heinrich. Das Programm würde den Vertragsstaaten erstmals
deutliche Wege zum weltweiten Schutz der Wälder, insbesondere der
letzten Urwälder, aufzeigen.
    
    Das neue Arbeitsprogramm zum Schutz der Wälder bezeichnete der
NABU als die große Chance, endlich die Notbremse zu ziehen.
"Deutschland ist jetzt gefordert, offensiv für das Programm
einzutreten und es gegenüber den teils massiven Attacken einzelner
Länder zu verteidigen", so Heinrich. Die Bundesrepublik dürfe sich
nicht hinter der EU verstecken, wenn es darum gehe, mit exklusiven
Stellungnahmen den Schutz auch tatsächlich herbeizuführen. Um einen
breiten internationalen Konsens zu erreichen, dürften nach Ansicht
des NABU auch finanzielle Unterstützungen für Entwicklungsländer
nicht ausgeklammert bleiben. In der gestern eingerichteten
"Kontakt-Gruppe" mit Vertretern der Länder hat es zum Teil heftige
Kontroversen gegeben.
    
    "Die Rolle die Deutschland bei der Klimakonvention im letzten Jahr
übernommen hat, kann als gutes Beispiel gelten, um nun ein
schlagkräftiges Programm zum Schutz der Wälder durchzusetzen", regte
NABU-Experte Heinrich abschließend an.
    
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