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NABU und Kindernothilfe fordern verbindliche Reformschritte bei Entwicklungspolitik

    Berlin (ots) - Kindernothilfe und Naturschutzbund NABU haben die
Bundesregierung heute in Berlin aufgefordert, zusätzliche
Finanzmittel für eine nachhaltige Entwicklungspolitik
bereitzustellen. Mit Blick auf die in wenigen Tagen in Monterrey
stattfindende UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung müsse von
Deutschland ein deutliches Signal zur finanziellen Absicherung der
Rio-Beschlüsse und zu neuen Finanzierungsinstrumenten zugunsten von
Umwelt und Entwicklung gesetzt werden. "Wer das Weltklima schützen,
den Artenschwund aufhalten und die Wasserressourcen sichern will,
muss in eine gemeinsame Zukunft investieren und die Armut bekämpfen",
sagte NABU-Präsident Flasbarth.
    
    Die in der so genannten Millennium-Erklärung eingegangene
Verpflichtung der UN-Mitgliedsstaaten, den Anteil der in absoluter
Armut lebenden Menschen bis 2015 zu halbieren, dürfe nicht länger ein
Lippenbekenntnis bleiben. Jetzt gelte es, die Chance zu ergreifen und
neuen Finanzierungsmöglichkeiten den Weg zu ebnen. "Wir fordern
Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul dazu auf, in Monterrey
den Vorschlag zur Besteuerung von Devisentransaktionen offensiv zu
vertreten", betonte der Vorsitzende der Kindernothilfe Dr. Werner
Hoerschelmann. Auch auf europäischer Ebene müsse die Bundesregierung
die Initiative zur Einführung einer Devisentransaktionssteuer
ergreifen.
    
    Die schwerwiegenden Konsequenzen eines Klimawandels seien nur ein
Beispiel dafür, dass gerade die von Armut betroffenen Regionen die
größte Last zu tragen hätten. "Ein konsequenter Einsatz gegen
Umweltzerstörung steht in direktem Zusammenhang mit der
Armutsbekämpfung", erklärten die beiden Verbände. Das bereits in Rio
international vereinbarte Ziel, 0,7% des Bruttosozialproduktes als
Entwicklungshilfe bereitzustellen, müsse bis 2007 erreicht werden.
Die Verschuldung vieler Entwicklungsländer sei als entscheidende
globale Entwicklungsblockade nicht mehr tragbar. In Monterrey müsse
sich die Bundesregierung deshalb für die Entwicklung eines
verbindlichen Verfahrens zum fairen Ausgleich zwischen Gläubigern und
Schuldnern einsetzen.
    
    
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