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NABU: Dosenpfand kommt auch ohne Ländereinigung

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesländer
aufgefordert, dem unwürdigen Gezerre um das Dosenpfand ein Ende zu
setzen und am Freitag in der Länderkammer für die sachgerechte
Novellierung der Verpackungsverordnung zu stimmen. "Den
Lippenbekenntnissen für den Schutz der Mehrwegsysteme müssen nun auch
Taten folgen", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Sollten die
Länder ihrer Verantwortung am Freitag nicht gerecht werden, sehe der
NABU dennoch gute Chancen für eine künftige Mehrwegförderung:
"Bundesumweltminister Trittin befindet sich in der komfortablen
Situation, eine bestehende Regelung umsetzen zu können."
    
    Das Problem dieser geltenden Regelung bestehe lediglich darin,
dass Dosen je nach ihrem Inhalt künftig unterschiedlich behandelt
würden: Auf Bierdosen wäre ein Pfand zu zahlen, auf Coladosen nicht.
Dies den Verbrauchern zu erklären sei allerdings durchaus möglich, so
Flasbarth weiter: "Immerhin spiegelt sich in der Regelung das
unterschiedliche Verhalten der Abfüller wider." Wenn etwa für Cola
künftig sinkende Mehrweganteile verzeichnet würden, werde es auch
dort eine Pfandpflicht geben.
    
    Der NABU sehe der Bundesratssitzung am Freitag daher entspannt
entgegen, so der NABU-Präsident: "Die alte Verpackungsverordnung ist
besser als ihr Ruf." Ob man mit einer Novellierung das Regelwerk für
die Verbraucher künftig verständlicher gestalte, liege jetzt allein
in der Hand der Bundesländer.
    
ots Originaltext: NABU
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Für Rückfragen: Susanne Hempen, NABU-Abfallexpertin, 0228-4036-165

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