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NABU fordert Nachbesserungen beim Atomausstieg

Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die rot-grüne Bundesregierung aufgefordert, die massiven Proteste gegen den CASTOR-Transport in das Zwischenlager Gorleben zum Anlass zu nehmen, die Konditionen für den Atomausstieg nachzubessern. "Es nützt nichts, immer wieder zu behaupten, im Konsens mit der Atomindustrie sei nicht mehr drin gewesen. Entscheidend wäre ein gesellschaftlicher Konsens. Dass es den nicht gibt, belegt die derzeitige Situation im Wendland", sagte Gerd Billen, NABU-Bundesgeschäftsführer. Da derzeit weder die Atomgesetznovelle auf den Weg gebracht noch die Vereinbarung zum Atomausstieg von den Atomkonzernen unterzeichnet ist, bestehen nach Auffassung des NABU noch genügend Spielräume, um nachzubessern. "Zu allererst muss die Wiederaufarbeitung sofort gestoppt werden. Sie verringert unser Entsorgungsproblem in keiner Weise, sondern vervielfacht das Müllvolumen und sorgt zusätzlich für radioaktive Verseuchungen im Ausland", so Billen. Auch die Restlaufzeiten der Atomkraftwerke müssten noch einmal kräftig nach unten korrigiert werden. Eine Vereinbarung, nach der in Zukunft noch einmal genau so viel Atommüll produziert wird wie bisher, sei als Ausstieg unverkäuflich. Der NABU-Bundesgeschäftsführer forderte die Bundesregierung auf, vor einer Konfrontation mit der Atomindustrie nicht zurück zu schrecken. Gerd Billen: "Korrekturen beim Ausstieg werden wohl zu Konflikten zwischen Bundesregierung und Atomindustrie führen. Der Bundesregierung muss jedoch das breite gesellschaftliche Einvernehmen wichtiger sein als das mit den Stromkonzernen." ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Frank Musiol, NABU-Atomexperte, Tel. 0228-4036-164 Im Internet zu finden unter http://www.NABU.de Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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