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NABU sieht erstmals Bereitschaft der Länder zu einer Agrarwende

    Bonn (ots) - Von der heute zu Ende gegangenen Konferenz der
Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern in Cottbus geht nach
Auffassung des Naturschutzbundes NABU ein erstes Signal für eine
Neuorientierung der Landwirtschaft aus. "Positiv ist vor allem der
Beschluss zum Ausbau der naturnahen ländlichen Entwicklung und zur
flächendeckenden Anwendung von Agrarumweltprogrammen", sagte
NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen.
    
    Allerdings müsse die Neuausrichtung der Agrarpolitik nun auch
konkret angepackt werden. "Ein Meilenstein der Agrarwende ist für uns
die grundsätzliche Überarbeitung der Gemeinschaftsaufgabe zur
Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes GAK", so Billen
weiter. Sie müsse als zentrales Instrument zur Förderung einer
naturverträglichen Landwirtschaft ausgebaut und dürfe nicht weiter
als Steinbruch für die Finanzierung der Folgen von BSE- und MKS-Krise
missbraucht werden. Dies werde aber nur gelingen, wenn sämtliche
Ausgaben an die Einhaltung einer artgerechten Tierhaltung und
ökologischer Mindeststandards geknüpft würden. Erste
Weichenstellungen für eine entsprechende Überarbeitung erwartet der
NABU von einer Sondersitzung von Bund und Ländern zur GAK am
kommenden Mittwoch.
    
    Auch in anderen Bereichen bestehe nach Auffassung des NABU die
Möglichkeit zu raschen und substanziellen Verbesserungen, etwa durch
eine Überarbeitung der Tierhaltungsverordnungen, der Verschärfung des
Baurechts für "Tierfabriken" und die Verbesserung der
Düngeverordnung.
    
    
ots Originaltext: Nabu Bonn
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Christof Weins,
NABU-Agrarreferent,
Tel. 0228/4036-168

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