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NABU fordert Sicherung des Grünen Bandes für den Naturschutz

Bonn (ots) - Anlässlich des 10. Jahrestages der Vereinigung beider deutscher Staaten hat der Naturschutzbund NABU daran erinnert, dass die als "Grünes Band" bezeichneten ökologisch wertvollen Flächen entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze noch immer nicht für den Naturschutz gesichert sind. "Vom damals euphorisch formulierten Ziel einer konsequenten Erhaltung und Entwicklung im Sinne des Naturschutzes sind wir noch weit entfernt", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt. Mit einer Länge von 1.380 Kilometern könnte der frühere Todesstreifen zum längsten Biotopverbund Deutschlands mit einer ungewöhnlich vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt entwickelt werden, die dringend eines intensiven Schutzes bedürfe. Unselt verwies auf das beispielhafte Engagement des NABU-Regionalverbandes Elstertal zur Sicherung des "Grünen Bandes" in Sachsen. "In Zusammenarbeit mit der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe sollen dort zunächst einmal 400 Hektar besonders wertvoller Lebensräume gekauft und für den Naturschutz gesichert werden." Dabei könne der NABU auf der bereits 1996 abgeschlossenen rechtlichen Sicherung des "Grünen Bandes" und einem vorbildlichen Pflege- und Entwicklungskonzept der sächsischen Naturschutzbehörden aufbauen. "Es wäre schön, wenn das sächsische Beispiel auch in anderen Bundesländern Schule machen würde," so der NABU-Vizepräsident. Für den Kauf der Flächen würden rund 2 Millionen DM benötigt, die aus Fördermitteln des Landes Sachsen sowie durch private Spender aufgebracht werden sollten. Als wichtigste Voraussetzung für die Sicherung der Artenvielfalt innerhalb des "Grünen Bandes" nannte Unselt den Erhalt kleinräumiger und vielfältiger Lebensräume. "Eine hochtechnisierte und chemisierte Agrarindustrie würde der Arnika oder dem Neuntöter auf Dauer keine Chance lassen." Insofern sei das "Grüne Band" auch ein Modellfall für eine wirklich nachhaltige Landnutzung der Zukunft. ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Christian Unselt, Vorsitzender der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe Tel.: 03331-260470 Im Internet zu finden unter http://www.NABU.de Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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