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NABU begrüßt Entwicklungsplan Elektromobilität, warnt aber vor Augenwischerei/Miller: Kaufanreize für besonders effiziente Fahrzeuge statt nur für Elektroautos

Berlin (ots)

Der NABU begrüßt den Nationalen Entwicklungsplan
Elektromobilität der Bundesregierung, warnt jedoch vor 
Augenwischerei. Es gebe noch zu viele Stolpersteine und Unklarheiten.
So sei nicht sichergestellt, dass die Elektroautos der Zukunft mit 
Strom aus Sonne, Wind und Wasser fahren. "Dem Weltklima ist nicht 
allein mit dem Austausch eines Verbrennungs- durch einen Elektromotor
geholfen. Ein herkömmliches Auto durch ein mit Kohlestrom gespeistes 
E-Auto zu ersetzen hieße, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben",
sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
Eine starke Flankierung durch die Politik sei nötig, um dem 
Elektroauto in den nächsten Jahren zum Durchbruch zu verhelfen. Durch
Steuergelder finanzierte Kaufanreize von beispielsweise 5000 Euro je 
Elektroauto lehnt der NABU jedoch ab. Gewaltige Fördermittel seien 
bereits in die Entwicklung von Brennstoffzellen und in den 
Wasserstoffantrieb geflossen, ohne dass praxisreife Autos heute oder 
in naher Zukunft zu erwerben seien. "Statt gewaltige Beträge zum Kauf
von Elektroautos bereitzustellen, sollte ein Bonus-System erarbeitet 
werden, das technikneutral effiziente Fahrzeuge fördert", sagte 
NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger. Dadurch ergäben sich Anreize 
für alle Autokonzepte mit sehr geringen CO2-Emissionen - unabhängig 
davon, ob diese durch Leichtbauweise, Weiterentwicklung von 
Verbrennungsmotoren, Hybride oder reinen Elektroantrieb erreicht 
würden. So könnten ab 2010 Fahrzeuge mit einem Ausstoß von unter 90 
Gramm CO2 je Kilometer mit einem Bonus versehen werden. Finanziert 
werden solle dies jedoch nicht aus Steuergeldern, sondern durch eine 
Sonderabgabe auf besonders klimaschädliche Fahrzeuge mit Emissionen 
von über 200 Gramm CO2 je Kilometer.  Zudem plädiert der NABU für ein
Nationales Entwicklungszentrum Klimaschutz und Mobilität, auf das 
Umwelt-, Wirtschafts- und Verkehrsministerium gleichberechtigt 
Zugriff haben. Dieses sollte jedoch aufgrund der Interessenskonflikte
unabhängig von der Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie 
arbeiten.
"Von Elektroautos kann bis 2020 noch kein substanzieller Beitrag 
zum Klimaschutz erwartet werden, daher muss der Fokus weiterhin auf 
der deutlichen Senkung des Kraftstoffverbrauchs von herkömmlichen Pkw
liegen. Dazu hat die aktuelle Bundesregierung leider keinen 
substanziellen Beitrag geleistet", so Oeliger.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Pressekontakt:

Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte, Tel. 030-28 49 84-16 13.

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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