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10. Internationales Still- und Laktationssymposium 2015
Muttermilch: Nahrung und Gesundheitsschutz in einem

Dietersheim (ots) - Neueste Forschungsergebnisse zur Muttermilch und ihrer Bedeutung für die Gesundheit von Babys standen im Mittelpunkt des 10. Internationalen Medela Still- und Laktationssymposiums in Warschau. Professor Donna Geddes von der University of Western Australia stellte aktuelle Studien vor, die zeigen, dass die Zusammensetzung der Muttermilch das Trinkverhalten des Kindes beeinflusst. Gestillte Säuglinge regulieren ihre Nahrungsaufnahme entsprechend ihres Nährstoff- und Energiebedarfs selbst. Bestimmte Inhaltsstoffe der Muttermilch wie das Sättigungshormon Leptin fördern zugleich die Entwicklung des Hunger- und Sättigungsmechanismus im Gehirn. Im späteren Leben haben Stillkinder seltener Gewichtsprobleme und das Risiko für chronische Krankheiten sinkt.

Die Zusammensetzung der Muttermilch richtet sich im Nährstoffgehalt und den enthaltenen Abwehrzellen nach den Bedürfnissen des Kindes. Jüngste Studien haben gezeigt, dass sich unter den Millionen bis Milliarden Zellen, die ein Säugling täglich mit der Muttermilch aufnimmt, auch Stammzellen befinden. Richtungsweisende Untersuchungen von Dr. Foteini Hassiotou an Mäusen haben ergeben, dass Stammzellen aus der Muttermilch in den Körper des Kindes aufgenommen werden. Dort gelangen sie mit dem Blutkreislauf in verschiedene Organe wie Leber, Nieren oder auch das Gehirn. Daher könnten sie im Körper des Babys als eine Art "internes Reparatursystem" fungieren. Zudem vermuten die Forscher, dass Veränderungen in der Zahl der Stammzellen in der Brust mitverantwortlich sein könnten für das geringere Brustkrebsrisiko von Frauen, die gestillt haben. Diese wichtigen Erkenntnisse müssen durch vertiefende Forschungsarbeiten in den kommenden Jahren erweitert werden.

Auch Frühgeborene auf Säuglingsintensivstationen können von den Vorteilen der Muttermilch profitieren. Der international neu vorgestellte Behandlungspfad NeoPAss®, der an der Kinderklink Dritter Orden in Passau entwickelt wurde, bezieht als familienzentrierter Ansatz die Eltern vom ersten Tag an in die Betreuung des Neugeborenen ein. Neben einem intensiven Eltern-Kind-Kontakt fördert dies die Ernährung mit Muttermilch, auch wenn die Eltern zu Beginn häufig abgepumpte Milch füttern müssen. Der Vorteil für Eltern und Kinder: Der Krankenhausaufenthalt wird verkürzt und mehr Kinder werden zum Zeitpunkt der Klinikentlassung gestillt.

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