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Ölmulti Esso will Greenpeace-Kampagne per Gesetz stoppen

    Hamburg (ots) - Der Ölkonzern Esso versucht die internationale
Stopp-Esso-Kampagne von Greenpeace mit rechtlichen Mitteln zu
stoppen. Dabei stützt sich der Ölmulti zum Teil auf seltsame
Argumente. Vom 1. Juli an soll Greenpeace - Frankreich nicht mehr ein
verfremdetes Esso-Logo verbreiten dürfen, in dem die beiden "s" im
Firmennamen wie Dollar-Zeichen geformt sind. Begründung: Die
Dollarzeichen seien mit dem Nazi-Emblem aus der SS-Zeit zu
verwechseln. Außerdem fordert Esso von Greenpeace Frankreich nicht
mehr den Ausdruck "StopEsso" zu verwenden, da so das Image des
Konzerns geschädigt würde.
    
    Auch in Deutschland hat Esso per Gericht eine einstweilige
Verfügungen erwirkt. Greenpeace ist es bundesweit unter einer
Strafandrohung von 250.000 Euro untersagt, zu Zwecken der
Meinungskundgabe "das Gelände von Esso zu betreten, zu besteigen oder
sich sonst darauf, darunter oder darin aufzuhalten." Diese
einstweilige Verfügung hat Esso nach einer friedlichen Protestaktion
von Greenpeace-Aktivisten an der europäischen Esso-Zentrale in
Hamburg erwirkt. Greenpeace prüft derzeit, ob und wie man juristisch
gegen die einstweiligen Verfügungen vorgehen kann.
    
    "Von solchen Versuchen uns mundtot zu machen, lassen wir uns nicht
abschrecken," erklärt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von
Greenpeace Deutschland. "Wir werden weiter friedlich gegen Esso
protestieren. Außerdem werden wir in jeder richterlichen
Auseinandersetzung deutlich machen, dass nicht wir, sondern Esso im
Unrecht ist. Esso selbst scheut offenbar die Auseinandersetzung um
seine Mitverantwortung am Klimawandel."
    
    Greenpeace wirft Esso vor, den Wahlkampf des heutigen
US-Präsidenten George W. Bush mitfinanziert und die US-Regierung nach
Bushs Wahl dazu bewegt zu haben, das Klimaschutz-Protokoll von Kyoto
nicht zu unterzeichnen. Darüber hinaus zerstört der Konzern
beispielsweise beim Bau einer Pipeline in Tschad / Kamerun wichtige
Regenwälder, ausreichende Wasserschutzpläne fehlen. Aktivitäten von
Esso vor der russischen Insel Sakhalin bedrohen die letzten 100
Grauwale in dieser Region.
    
    Greenpeace "StopEsso"-Kampagnen laufen derzeit weltweit. Unter
anderem in Frankreich, Großbritannien und den USA machen die
Aktivisten auf die skrupellosen Geschäftspraktiken von Esso
aufmerksam.
    
ots Originaltext: Greenpeace e.V.
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