Greenpeace e.V.

EU-Gipfel in Sevilla: Bürger wollen sauberen Strom!
Greenpeace demonstriert in Berlin und Sevilla

    Berlin/Sevilla (ots) - Zeitgleich demonstriert Greenpeace heute in
Sevilla und Berlin für das Recht der Verbraucher auf sauberen Strom.
25.000 Unterschriften für saubere Energie sind in Berlin im
Bundeskanzleramt abgegeben worden. In Sevilla, wo sich in dieser
Woche die Regierungschefs der EU-Staaten treffen, kleben Aktivisten
auf dem Plaza di Espana mehrere Tausend unterschriebene
Protestpostkarten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und
Spanien auf ein Transparent. Die Karten bilden den Schriftzug "Clean
Energy Now!" Mehr als 50.000 Menschen unterstützten in den
vergangenen vier Wochen die Greenpeace-Kampagne für eine europäische
Stromkennzeichnungspflicht und ein umfangreiches Förder- und
Exportprogramm für erneuerbare Energien. Auf dem EU-Gipfel beraten
die Regierungschefs unter anderem eine neue europäische Richtlinie
für die Öffnung des Strommarktes.  
    
    "Jetzt müssen die Weichen für den Aufbau einer umweltfreundlichen
Energieversorgung in Europa gestellt werden", fordert
Greenpeace-Energieexperte Sven Teske. "Europa darf nicht den Anschluß
an die Energien der Zukunft verpassen. Das bedeutet, dass saubere
Energiequellen konsequent gefördert werden müssen und das man auf der
Stromrechnung sehen kann, woher der Strom kommt."
    
    Greenpeace fordert Bundeskanzler Schröder auf, bei der Reform des
EU-Energierechts sauberem Strom aus erneuerbaren Energien den Vorrang
zu geben. Die Betreiber der Stromnetze in der EU müssen verpflichtet
werden, saubere Energie abzunehmen und einen angemessenen Preis dafür
zu bezahlen. Auf dem  Ende August stattfindenden Umweltgipfel in
Johannesburg muss sich die EU für ein umfangreiches Förderprogramm
für erneuerbare Energien einsetzen.
    
    Das in Deutschland geltende "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG)
fördert die Produktion von Strom aus umweltfreundlichen Quellen. Sven
Teske: "Das EEG hat in Deutschland einen Boom in der Wind- und
Solarbranche ausgelöst. Nun geht es darum, diesen Erfolg auf ganz
Europa auszudehnen."
    
    Auch die Stromkennzeichnung muss jetzt im Rahmen der
Energierechtsreform gesetzlich festgeschrieben werden. Im März hatte
das Europa-Parlament detaillierte Vorschläge für eine
Stromkennzeichnungspflicht gemacht. Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller hatte im Mai gegenüber Greenpeace zugesagt, diese Vorschläge
zu unterstützen.
    
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Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Greenpeace Energie-Experte
Sven Teske (in Sevilla), Tel.: 0171-8787552 oder Pressesprecher Björn
Jettka, Tel.: 040-30618 383 bzw. 0171-8780 778. Fotos der Aktion und
Beta-SP Material können Sie unter der Nummer 040-30618 377 (Foto)
bzw. 040-30618 375 (Film) beziehen. Internet: www.greenpeace.de.

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