Greenpeace e.V.

377 Millionen Europäer haben ein Recht auf Information!
Greenpeace demonstriert bei EU-Energieministertreffen in Luxembourg für Stromkennzeichnung

    Luxembourg (ots) - Anlässlich der EU-Energieministerkonferenz
demonstriert Greenpeace heute in Luxembourg für eine gesetzlich
vorgeschriebene Stromkennzeichnung. 18 Aktivisten bauen vor Ort ein
rund 3,5 Meter hohes Fragezeichen auf und fordern von den 15
anwesenden EU-Ministern, eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht
einzuführen. Auf mehreren Transparenten steht in verschiedenen
EU-Sprachen: "Mein Strom: dreckig oder sauber? 377 Millionen Europäer
haben ein Recht auf Information!". Die Minister diskutieren auf ihrem
Treffen die Details einer neuen europäischen Richtlinie für die
Öffnung des Strommarktes. Im derzeit gültigen Entwurf des
EU-Parlaments wird eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht in
standardisierter Form gefordert.
    
      "Es wäre ein Skandal, wenn den Menschen in Europa auf ihrer
Stromrechnung das Recht auf Information vorenthalten werden sollte",
erklärt Greenpeace Energieexperte Sven Teske. "Jeder Verbraucher muss
von seinem Energieversorger klare Angaben darüber bekommen, welche
Art von Strom eingekauft wird."
    
    Im Internet hat Greenpeace heute einen Vorschlag veröffentlicht,
wie künftig die Erzeugungsart des Stromes, die damit verbundenen
Umweltauswirkungen (Kohlendioxidemission, Atommüllproduktion) sowie
das Herkunftsland auf jeder Stromrechnung übersichtlich grafisch
dargestellt werden kann. Neben den Angaben zur Herkunft des Stromes
und den damit verbundenen Umweltauswirkungen, sieht der Entwurf auch
eine klare Angabe zum Strompreis vor. Der Gesamtstrompreis soll
demnach inklusive aller Gebühren und Abgaben vergleichbar und klar
angegeben werden. Darüber hinaus wird der Stromverbrauch des
jeweiligen Kunden mit einem stromsparenden Haushalt gleichen Typs
verglichen, so dass der Kunde damit auf einen Blick sehen kann, ob es
für ihn Möglichkeiten zum Einsparen gibt.
    
    Sven Teske: "Nur wenn klar verständliche Informationen auf der
Stromrechnung erkennbar sind, kann sich der Verbraucher wirklich
zwischen den verschiedenen Tarifen entscheiden. Nur dann macht eine
Liberalisierung des europäischen Strommarktes Sinn."
    
    Das Europäische Parlament hatte im März 2002 detaillierte
Vorschläge für eine Stromkennzeichnungspflicht gemacht. Die
Stromversorger sollen den Kunden in Zukunft sowohl auf der Rechnung
als auch im Werbematerial klare Angaben dazu machen, mit welchen
Energieträgern der Strom produziert wurde. Greenpeace sammelt in
diesem Zusammenhang europaweit Unterschriften für eine
Stromkennzeichnung.
    
    
ots Originaltext: Greenpeace
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Greenpeace Energie-Experte Sven Teske,
Tel.: 0172-40 40 754 oder
Pressesprecher Björn Jettka,
Tel.: 0171-8780-778.

Fotos der Aktion und Beta-SP Material können Sie unter der Nummer
040-30618377 (Foto) bzw. 040-30618375 (Film) beziehen. Internet:
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