Greenpeace e.V.

"Ich lass mir meine Zukunft nicht abholzen!"
Greenpeace-Kids protestieren vor 30 Botschaften und Konsulaten

    München (ots) - In einem "Konsulats-Marathon" besuchen heute
Jugendliche und Kinder des Greenpeace-Projekts "Kids for Forests"
bundesweit insgesamt 30 politische Vertretungen, um Petitionen für
den Urwaldschutz zu überreichen. In München, Berlin, Hamburg und
Düsseldorf fordern Jugendgruppen und Greenteams die Regierungschefs
der Länder, die Holz aus Urwaldzerstörung exportieren oder
importieren, zum Schutz der letzten großen Urwälder und ihrer Tiere
auf.
    
    "Ich lass mir meine Zukunft nicht abholzen", sagt Stephan Pilsl
(16) aus München. "Die Urwälder sind auch für unsere Generation die
grüne Lunge. Zudem sind sie Lebensraum von Waldelefanten, Orang-Utans
und Bären. Die Präsidenten aller Länder sollen auf dem Urwaldgipfel
in Den Haag endlich handeln, damit die Urwälder geschützt werden."
Seit Monaten sammeln die "Kids for Forests" bundesweit Unterschriften
dafür, dass sich Bundeskanzler Schröder für den Urwaldschutz stark
machen soll.
    
    In München haben sich die Jugendlichen als Urwaldtiere verkleidet
und überreichen die Petition unter lautem Trommelgetöse an die
Konsulate. In München und Hamburg erhalten die Konsulatsvertreter
zusätzlich kleine Baum-Setzlinge. Friederike Metternich (15) aus
Berlin: "Mit der Zerstörung der Urwälder sind wir auf dem Holzweg.
Wenn das so weiter geht, dann gibt es für unsere Generation
Urwaldbäume bald nur noch in Form von Klopapier und
Sperrholzbrettern."
    
    Die Kinder und Jugendlichen besuchen die Konsulate von Kanada,
Russland, Finnland, Schweden, Brasilien, Chile und Papua-Neuguinea.
In all diesen Ländern werden noch bestehende Urwälder für den
Holzexport zerstört. Zusätzlich führen die Jugendlichen Gespräche mit
Vertretern der Konsulate von den USA, Japan und sechs europäischen
Staaten und fordern die Länder auf, kein Holz mehr zu importieren,
für das Urwälder vernichtet wurden.
    
    In der kamerunischen Stadt Yaoundé haben sich am vergangenen
Wochenende etwa 300 Kinder und Jugendliche von Greenpeace mit
Liedern, Bildern und Urwald-Geschichten für die Erhaltung ihrer
einmaligen Urwälder eingesetzt. Aus West- und Zentralafrika
importiert Europa fast täglich Holz, für das Urwälder vernichtet
wurden.
    
    Die Kinder und Jugendlichen werden im nächsten Monat auch mit
einer eigenen internationalen Delegation aus 15 Ländern auf dem
Urwaldgipfel der Vereinten Nationen in Den Haag vertreten sein. Vom
7. bis 19. April 2002 treffen sich dort die Regierungen der Welt, um
ein Zehnjahres-Programm zum Schutz der letzten Urwälder zu
verabschieden.
    
ots Originaltext: Greenpeace e.V.
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