Greenpeace e.V.

Öffentliche Gelder für Zerstörung der Urwälder!

Düsseldorf (ots) - Greenpeace: NRW-Landtag muss geplanten Milliarden-Kredit der WestLB für Pipelinebau stoppen Seit heute Morgen protestiert Greenpeace vor der Zentrale der WestLB in Düsseldorf gegen den Milliardenkredit der Bank für einen Ölpipeline-Bau durch den Regenwald Ecuadors. 30 Aktivisten haben mit einem Gebläse große Mengen von geschreddertem Holz vor dem Haupteingang der Bank angehäuft. Auf einem Transparent steht: "WestLB & Steinbrück zerstören letzte Urwälder! Stoppt Milliarden-Kredit!". Unmittelbar vor der heutigen Anhörung im Düsseldorfer Landtag zu dem umstrittenen Projekt unterstreicht Greenpeace damit die Forderung an die Bank und die Landesregierung, den Kredit ohne wenn und aber zu streichen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens ist mit 43 Prozent größter Anteilseigner der WestLB, Landes-Finanzminister Peer Steinbrück hat damit eine Schlüsselrolle in dem Projekt. Trotz Kritik von Ministerpräsident Clement an dem Pipeline-Projekt will Steinbrück an dem Kredit von rund einer Milliarde Euro festhalten. "Wenn die rot-grüne Landesregierung den Kredit nicht stoppt, werden große Teile des Regenwaldes in Ecuador mit seiner einzigartigen Tier und Pflanzenwelt zerstört", sagt Martin Kaiser, Greenpeace-Urwaldexperte. "SPD und Grüne müssen gegenüber der WestLB auf den Tisch hauen und der Bank eine klare Absage für das hirnrissige Urwaldprojekt erteilen." Die geplante Öl-Trasse würde von der Pazifikküste im Westen quer durch unberührte Regenwälder bis ins Amazonasbecken Ecuadors führen. Schon durch den Bau wären viele Tiere wie Kolibris und Jaguare in ihrem Lebensraum bedroht, weil riesige Schneisen für Baufahrzeuge angelegt werden müssten. Waldvölker würden ihre Heimat verlieren, der vom Ökotourismus lebenden Bevölkerung ginge die Haupt-Einnahmequelle verloren. Hinzu kommt das Risiko von Ölunfällen. Ein hochsensibles Ökosystem wie der Regenwald kann große Mengen Öl, die in die Landschaft sickern, nicht verkraften. In der heutigen Anhörung des Eine-Welt-Ausschusses des Düsseldorfer Landtages werden auch Umweltorganisationen aus Ecuador die dramatischen Folgen des Pipelinebaus darlegen. Kaiser kritisiert: "Während sich die Bundesregierung international für den Urwald- und Klimaschutz stark machen will, vernichtet die öffentlich-rechtliche WestLB mit Milliarden-Krediten große Regenwaldgebiete. Die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen kann und muss das Projekt jetzt stoppen." Greenpeace und andere Umweltorganisationen wie "Rettet den Regenwald e.V." haben in den vergangenen Monaten immer wieder vor der Kreditvergabe der WestLB gewarnt. Am 29.11.2001 hatten Aktivsten an einem Bürohaus direkt gegenüber dem Düsseldorfer Büro des Ministerpräsidenten ein riesiges Banner entrollt mit der Aufschrift: "WestLB zerstört Urwälder. Rot-Grün macht mit. Geldhahn zu, Herr Clement!". Im April findet in Den Haag der Urwaldgipfel von 176 Staaten statt. Dort müssen wirkungsvolle Maßnahmen zum Urwaldschutz beschlossen werden. Der Milliardenkredit der WestLB und die Beteiligung einer deutschen Landesregierung wären das Gegenteil von dem, wie Industrie-länder Verantwortung für den internationalen Urwaldschutz übernehmen können. ots Originaltext: Greenpeace Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Martin Kaiser, Urwaldexperte, Tel. 0171-8780817, Pressesprecherin Simone Miller, Tel. 0171-8706647. Betamaterial: CNC Cologne News Corporation, Tel. 0201-7475344 und bei Beate Schlichting, Tel. 0179-5247347. Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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