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Greenpeace-Aktivisten demonstrieren bei Klimatreffen mit Merkel und Hollande für Ausbau der Erneuerbaren Eiffelturm-Modell vor Brandenburger Tor als Windrad umgebaut

Berlin (ots)

Berlin, 19. 5. 2015 - Mit einem sechs Meter hohen, als Windrad umgebauten Eiffelturm demonstrieren heute Greenpeace-Aktivisten vor dem Brandenburger Tor für eine globale Energiewende ohne Atom und ohne Kohle. "Adieu Kohle, adieu Atom - 100 % Erneuerbare bis 2050!", fordern die Klimaschützer mit einem Banner am Fuß des Eiffelturm-Modells. Auf dem in unmittelbarer Nähe stattfindenden Petersberger Klimadialog werden heute Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident François Hollande mit Ministern aus 35 Ländern Eckpunkte eines globalen Klimaabkommens diskutieren. Dieses soll Ende des Jahres in Paris beschlossen werden. "Angela Merkel und François Hollande müssen sich für eine globale Energiewende einsetzen - ohne schmutzige Kohle und ohne die gefährliche Scheinlösung Atom", sagt Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser. Greenpeace fordert bis zum Jahr 2050 die globalen CO2-Emissionen auf null zu senken und auf 100 Prozent Erneuerbare Energie umzustellen.

Den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 substanziell zu senken ist ein zentraler Verhandlungspunkt für den G7-Gipfel im Juni in Deutschland und die Klimakonferenz in Paris. Führende Klimawissenschaftler betonen, dass ein Großteil der verbleibende Kohle-, Öl- und Gasvorräte im Boden bleiben muss. Nur so könnten die immer spürbarer werdenden Folgen des Klimawandels in beherrschbaren Grenzen gehalten werden. "Wenn die deutsche Energiewende ein Vorbild seien soll, dann dürfen nicht weiter uralte Braunkohlekraftwerke auf Volllast laufen. Deutschland braucht den schrittweisen Kohleausstieg", so Kaiser. "Angela Merkel muss sich entscheiden, ob sie als Kohlekanzlerin oder als Klimakanzlerin in die Geschichtsbücher eingehen will."

Nationale Studien für Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare vorhanden

Die Bundesregierung versucht derzeit, das deutsche Klimaschutzziel von 40 Prozent weniger CO2 bis zum Jahr 2020 zu retten. Weil alte Braunkohlekraftwerke einen besonders hohen Anteil am gesamten CO2-Ausstoß verantworten, durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien aber immer weniger gebraucht werden, hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Entwurf zur Besteuerung solcher Kraftwerke vorgelegt. Doch der Wirtschaftsflügel der CDU, die Gewerkschaften ver.di und IGBCE sowie die Betreiber konventioneller Kraftwerke torpedieren den Entwurf und damit die Modernisierung des deutschen Strommarkts.

Das Umweltbundesamt hat bereits 2013 in einer Studie gezeigt, wie Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 auf null reduzieren und seine Energieversorgung fast zu 100 Prozent auf Erneuerbare umstellen kann (http://bit.ly/1IDR7o7). Auch Frankreichs Energieagentur hat kürzlich in einer Studie demonstriert, wie das Land seine hohe Abhängigkeit von der riskanten Atomkraft schrittweise reduzieren und sich bis 2050 zu 100 Prozent mit Erneuerbaren Energien versorgen kann (http://bit.ly/1HwjYso). "Als Gastgeber der Klimakonferenz muss sich Präsident Hollande für das langfristige Ziel einer weltweiten Energieversorgung einsetzen, die zu 100 Prozent auf Erneuerbaren basiert. Nur so können nötige Investition in Richtung Klimaschutz gelenkt und die Armut bekämpft werden", so Kaiser.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Martin Kaiser, Tel. 0171-878 08 17, oder Pressesprecher Gregor Kessler, Tel. 0151-72 70 29 18. Fotos: 040-306 18 377 Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.

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