Alle Storys
Folgen
Keine Story von Greenpeace e.V. mehr verpassen.

Greenpeace e.V.

Internationaler Protest in Japan gegen den Walfang
Deutsche Greenpeace-Geschäftsführerin fordert in Japan Freilassung von Walschützern

Tokio/Hamburg (ots)

Gegen den japanischen Walfang demonstriert
heute die Geschäftsführerin von Greenpeace-Deutschland, Brigitte 
Behrens, mit sieben weiteren Greenpeace-Geschäftsführern von vier 
Kontinenten vor dem Parlament in Tokio. Mit dem Slogan "Walschutz ist
kein Verbrechen. Freiheit für Junichi und Toru!" fordern sie 
unmittelbar vor dem 60. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte 
die Freilassung der beiden japanischen Umweltaktivisten Junichi Sato 
und Toru Suzuki. Sie stehen in Japan vor Gericht, da sie beim 
Aufdecken eines Skandals rund um das japanische Walfangprogramm 
wichtige Beweismittel sichergestellt haben. Die Behörden bezeichnen 
dies als Diebstahl. Beiden Aktivisten drohen bis zu zehn Jahre Haft.
"Der japanische Walfang gehört vor Gericht, nicht Junichi und 
Toru", sagt Brigitte Behrens. "Wenn die beiden ihren Einsatz für den 
Schutz der Wale mit Gefängnis büßen müssen, müsste man mich und viele
andere Menschen in Deutschland ebenfalls einsperren." Die 
Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnen Junichi 
Sato und Toru Suzuki als politische Gefangene.
Die beiden Greenpeace-Aktivisten sind im Juni dieses Jahres 
verhaftet worden. Zuvor hatten sie den größten Skandal in der 
Geschichte des japanischen Walfangs aufgedeckt. Besatzungsmitglieder 
der japanischen Walfangflotte schmuggeln seit Jahren Walfleisch von 
Bord der Schiffe und verkaufen es auf eigene Rechnung. Dieser Handel 
mit Walfleisch ist illegal. Den beiden Aktivitsten gelang es, einen 
der Kartons sicherzustellen, der als persönliches Gepäck 
gekennzeichnet war, und der Staatsanwaltschaft als Beweisstück zu 
übergeben.
Statt die Drahtzieher des Walfleischskandals anzuklagen, nahm die 
Polizei in Tokio die Ermittlungen gegen Greenpeace und die beiden 
Aktivisten auf. Das Greenpeace-Büro wurde durchsucht. Zudem erging 
Haftbefehl gegen Sato und Suzuki. Seit Juli sind sie auf Kaution frei
und müssen sich an strenge Auflagen halten. Es hindert sie daran, 
ihre Arbeit bei Greenpeace für ein Ende des Walfangs fortzusetzen.
Seit des Inkrafttreten des internationalen Walfang-Moratoriums 
1986 jagt Japan im Südpolarmeer unter dem Deckmantel der Wissenschaft
Wale. Der Nutzen des sogenannten "wissenschaftlichen" Walfangs der 
Japaner ist jedoch mehr als fragwürdig. Walschutzländer wie 
Australien zeigen Japan seit Jahren, wie geforscht werden kann, ohne 
dass Meeressäuger dafür sterben müssen.
"Der sinnlose Walfang muss beendet werden", fordert Brigitte 
Behrens. "Das hat mit seriöser wissenschaftlicher Forschung nichts zu
tun. Und das Walfleisch selbst wird auf undurchsichtigen Wegen 
verteilt, wie unsere Kollegen aufgedeckt haben."
Achtung Redaktion: Für Rückfragen erreichen Sie Greenpeace 
Wale-Expertin Bettina Walter, Tel. 040-30618 -324 od. 0151-1805 3412,
und Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 0171-8780 778. Brigitte Behrens
erreichen Sie in Japan über Patric Salize, +81 8021264401. Der 
Zeitunterschied beträgt +8 Stunden. Greenpeace im Internet: 
www.greenpeace.de

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Greenpeace e.V.
Weitere Storys: Greenpeace e.V.