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WELT-Literaturpreis an Pat Barker in Berlin verliehen

    Berlin (ots) - Die britische Schriftstellerin Pat Barker wurde am
Freitagabend, 9. November 2001, im Rahmen einer Festveranstaltung im
Axel Springer Verlag in Berlin mit dem WELT-Literaturpreis
ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt die international besetzte
Jury das schriftstellerische Gesamtwerk der 1943 in Thornaby-on-Tees
geborenen Autorin, insbesondere ihre "World War I"-Trilogie. An der
Preisverleihung nahmen rund 250 prominente Gäste aus Kultur, Politik,
Wirtschaft und Medien teil.
    
    "Pat Barker historisiert in ihrer ausgezeichneten Trilogie den 1.
Weltkrieg nicht, sondern sie macht spürbar, wie sehr die
Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts nachwirkt. Gerade jetzt wird dies
bedrückend und zugleich erleichternd deutlich. Erleichternd, weil Pat
Barkers Literatur auch beweist, dass der Mensch die Kraft besitzt,
die Barbarei zu überwinden", so Dr. Wolfram Weimer, Chefredakteur DIE
WELT.
    
    Der Publizist und Schriftsteller Fritz J. Raddatz sagte in seiner
Laudatio auf Pat Barker: "Beeindruckend, berührend, ermutigend auch
für alle, die das Wort nicht als Schmuck-Teilchen purer Wortklöppelei
begreifen, vielmehr noch immer und immer wieder als Möglichkeit der
Aufklärung: Pat Barkers Kriegs-Trilogie ist glorioses Beispiel dafür,
dass Literatur beides sein kann - Gewissenserforschung und
Erforschung der menschlichen Psyche. Ein Ereignis."
    
    Den Preis überreichte Dr. Rachel Salamander, seit 1. September
2001 Herausgeberin der "Literarischen Welt". Die Preisträgerin Pat
Barker bedankte sich bei der Jury für die Auszeichnung mit den
Worten: "Es ist eine große Ehre, den WELT-Literaturpreis zu erhalten.
In seinem kurzen Bestehen ist er bereits zwei ausgezeichneten
Schriftstellern verliehen worden: Bernhard Schlink und Imre Kertész,
und es ist für jeden Schriftsteller ein Privileg, mit ihnen in einem
Atemzug genannt zu werden. Wir drei haben alle über die Vergangenheit
geschrieben, über die jüngste Vergangenheit, die letzten hundert
Jahre: jene Jahre, die Isaiah Berlin ‚das schlimmste Jahrhundert in
der Geschichte des Westens' genannt hat."
    
    Der mit 25 000 Mark dotierte Literaturpreis der WELT wird seit
1999 jährlich an einen Schriftsteller vergeben, der mit seinem Werk
deutschlandweit und international in besonderer Weise Anerkennung
gefunden hat und zu Diskussionen angestoßen hat.
    
    Für diesen Anspruch des WELT-Literaturpreises steht auch die
international besetzte Jury. Ihr gehören an: der britische Verleger
Lord George Weidenfeld, der amerikanische Historiker Fritz Stern, die
Schriftsteller Peter Härtling, Bernhard Schlink und Alissa Walser
sowie der Literatur-Redakteur der WELT, Tilman Krause.
    
    Bisherige Preisträger sind Bernhard Schlink (1999) und Imre
Kertész (2000).
                                                                                                              
                                      
    Der WELT-Literaturpreis erinnert an Willy Haas (1891-1973), der
1925 "Die Literarische Welt" gründete.
    
    Diese Presseinformation kann im Internet unter www.asv.de
abgerufen werden.
    
    
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