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Der Axel Springer Verlag kündigt Autoren- und Beratungsvertrag mit Peter Boenisch
Der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Verlages August A. Fischer beendet den Autoren- und Beratungsvertrag mit Peter Boenisch, 73.

    Berlin/Hamburg (ots) - Im Anschluss an sein Aufsichtsratsmandat hatte der Axel Springer Verlag mit Peter Boenisch im April 2001 einen langfristigen Vertrag abgeschlossen, der eine publizistische Beratung des Vorstandsvorsitzenden sowie exklusive Autorentätigkeit umfasst. Zentraler Bestandteil dieses Vertrages ist, dass Veröffentlichungen in anderen Printmedien nur mit ausdrücklicher vorheriger Zustimmung erfolgen dürfen.

    Für einen Beitrag in der "Süddeutschen Zeitung" am 29. Mai 2001 ist diese Zustimmung nicht eingeholt worden. Darüber hinaus hat Peter Boenisch den Verlag auch nicht über seine publizistische Aktivität informiert. Dieser wesentliche Verstoß gegen seine Pflichten bereits zu Beginn seiner Beratertätigkeit zerstört das Vertrauen und ist Anlass für die Beendigung des Vertrages.

    Der Beitrag von Peter Boenisch kommentiert den Streit um die Reduzierung von Bordexemplaren der "Süddeutschen Zeitung" durch die Lufthansa, die angeblich aufgrund von kritischer Berichterstattung in der Zeitung erfolgt war. Boenisch klagt diesen Vorfall als Verstoß gegen Pressefreiheit und Missbrauch von Machtstellung an.

    "Nicht der Inhalt des Beitrages ist Grund der Kündigung, sondern der dadurch  vollzogene Vertragsbruch", erklärte August A. Fischer und ergänzte, "ich muss einem Berater hundertprozentig vertrauen können. Meinungs- und Pressefreiheit sind das Fundament der publizistischen Tätigkeit des Axel Springer Verlages. Dies belegt eindrücklich der Beitrag von Stephan Ruß-Mohl in der BERLINER MORGENPOST vom 6. Juni 2001 zu diesem Thema."

    Der Axel Springer Verlag würdigt das langjährige publizistische
Wirken von Peter Boenisch und bedauert, dass der beabsichtigten
Beratertätigkeit die Grundlage entzogen wurde.
                                                                                                              
                                                                    
    Die Chefredakteure bleiben selbstverständlich weiterhin völlig
frei in ihrer Entscheidung, Peter Boenisch als Autor einzusetzen.

ots Originaltext: ASV
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