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ots.Audio: Gefürchtet, gehasst und geliebt - 60 Jahre "BILD"

ots.Audio: Gefürchtet, gehasst und geliebt - 60 Jahre "BILD"
Dateiname: 120618-60-jahre-bild-bme.mp3
Dateigröße: 2,23 MB
Länge: 02:26 Minuten

Berlin (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Schon komisch: Fast zwölf Millionen Menschen lesen täglich BILD. Aber nicht jeder gibt das offen zu. Denn das Boulevard-Blatt polarisiert, weil es in der Berichterstattung kein Blatt vor den Mund nimmt und dabei auch schon mal übers Ziel hinausschießt. Und das jetzt schon seit 60 Jahren, denn am 24. Juni 1952 erschien die erste Ausgabe. Jessica Martin berichtet.

Sprecherin: Keine andere Zeitung ist so umstritten wie BILD. Man könnte auch sagen, so richtig lieb hat sie keiner. Chefredakteur Kai Diekmann erklärt das so.

O-Ton 1 (Kai Diekmann, 0:22 Min.): "Wir wollen die erfolgreichste und vor allem die aufregendste Zeitung Deutschlands sein. Und wenn Sie aufregend sein wollen, dann müssen Sie aufregen. Und das ist ja das, was BILD ausmacht, dass wir nicht nur darüber berichten, was ist, sondern auch darüber, wie das, was ist, von den Leuten empfunden wird. Und wenn Sie provozieren und polarisieren und dann soviel Leser haben wie wir, nämlich über 12 Millionen und das Gleiche noch mal im Internet, dann bleibt's gar nicht aus, dass Sie auch umstritten sind."

Sprecherin: Viele Politiker und Promis fürchten aber auch, dass ihre Karriere durch eine BILD-Schlagzeile zerstört werden könnte. Dass hier manchmal mit harten Bandagen gekämpft wird, streitet Diekmann gar nicht ab. Er sagt aber auch ganz klar:

O-Ton 2 (Kai Diekmann, 0:29 Min.): "Wir teilen auch gerne aus, und deswegen geht es jeden Tag sehr präzise um einen Abwägungsprozess: Was schreiben wir, in welcher Form schreiben wir das. Die Verknappung auf eine Schlagzeile erfordert natürlich eine ganz besondere Verantwortung. Es geht jeden Tag um diese präzise Abwägung zwischen öffentlichem Informationsinteresse, zwischen der Kontrollfunktion der Presse auf der einen Seite und den legitimen Interessen der Betroffenen, zum Beispiel den Persönlichkeitsinteressen, auf der anderen Seite. Das ist ein Prozess, den wir hier jeden Tag in sehr intensiver Diskussion führen."

Sprecherin: Aber auch die Leser diskutieren manchmal heiß - zum Beispiel, als vor Kurzem erst das nackte Seite-1-Girl verbannt wurde. Wird Deutschlands führendes Boulevardblatt etwa immer seriöser?

O-Ton 3 (Kai Diekmann, 0:22 Min.): "Wenn Sie mit seriös langweilig meinen, dann natürlich nicht. Aber BILD ist heute für Themen offen, die möglicherweise vor 30 Jahren noch nicht in ein Boulevard-Konzept passten. So, wie der Boulevard-Journalismus in anderen Medien angekommen ist, so, wie heute der SPIEGEL über Daniela Katzenberger berichtet oder die Süddeutsche Zeitung über Germany´s Next Topmodel, so berichtet BILD selbstverständlich heute über die großen politischen Affären."

Sprecherin: Die Leser scheinen das allerdings nicht zu honorieren, denn die Auflage sinkt stetig. Den Machern verursacht das aber keine Bauchschmerzen.

O-Ton 4 (Kai Diekmann, 0:34 Min.): "Nein, das macht mir deshalb keine Sorgen, weil wir in einem Markt, der rückläufig ist, immer noch Wachstum generieren. Die gedruckte Zeitungs-Auflage ist ja nur eine Messgröße. Viel wichtiger ist, dass unsere Reichweite ununterbrochen steigt, weil wir natürlich auch auf den digitalen Oberflächen überaus erfolgreich sind. 12 Millionen Leser der gedruckten Ausgabe, etwa 12 Millionen Unique User. Und wenn Sie dieses Wachstum in der digitalen Welt erzielen, dann bleibt es am Ende nicht aus, dass Sie auch im Zweifelsfall Käufer der gedruckten Ausgabe substituieren. Für mich ist entscheidend das Gesamtergebnis: Und da sind wir nach wie vor führend und top."

Abmoderationsvorschlag:

In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag, BILD. Wie der mit den Lesern gefeiert wird, erfahren Sie im Internet unter www.BILD.de.

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Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
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Charlotte Rybak
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Information und Öffentlichkeitsarbeit
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