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Hyperthermie verdoppelt Tumorkontrolle bei Krebs

Hyperthermie verdoppelt Tumorkontrolle bei Krebs
Lokale Hyperthermie / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/63314 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH"

München (ots) - Lokale Hyperthermie kann bei der Behandlung von wiederkehrendem Brustkrebs und bösartigen Melanomen in Kombination mit Strahlentherapie die Gesamtremissionsrate - die vollständige Rückbildung des Tumors -verdoppeln (1). Das haben klinische Daten bereits gezeigt. Eine Publikation vom Januar 2017 im "International Journal of Hyperthermia" belegt zudem, dass die radiative hochfrequenz-induzierte Hyperthermie der wirksamste Therapieansatz für die Behandlung von lokalen malignen (bösartigen) Tumoren ist.

In der Hyperthermie werden Tumore für die Dauer von einer Stunde auf Temperaturen von 40 bis 43º C erhitzt. Dieses Verfahren gilt als ein hochwirksamer Strahlen- und Chemosensibilisator. Bei allen hautnahen Tumoren, die maximal vier Zentimeter unter der Haut liegen, kommt die lokale Hyperthermie zur Anwendung. Bei solchen lokalen Tumoren, wie zum Beispiel dem lokal rezidivierenden Brustkrebs (LRBC), wurden sowohl die Wirksamkeit als auch die Sicherheit einer mit Strahlentherapie kombinierten Hyperthermie nachgewiesen.

Erst im April 2016 zeigte eine systematische Überprüfung und Metaanalyse der Ergebnisse aus 34 Studien mit insgesamt 2.110 Patienten, dass die Gesamtremissionssrate bei diesen Tumoren durch die Kombination von Strahlentherapie mit Hyperthermie um 22 Prozent auf über 60 Prozent steigert. Bei Patienten, die zunächst eine alleinige Strahlentherapie erhielten und bei erneuter Bestrahlung zusätzlich mit Hyperthermie behandelt wurden, betrug die Gesamtremissionssrate 66,6 Prozent (2).

Diese Verbesserung der klinischen Ergebnisse hängt entscheidend von der Qualität der Hyperthermiebehandlung ab. Denn Hyperthermie ist nicht immer gleich Hyperthermie. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Überwärmungstechniken: nämlich die radiativ oder kapazitiv induzierte Gewebeerwärmung.

In einer aktuellen Studie der Klinik für Strahlenonkologie des AMC Academisch Medisch Centrum Amsterdam vergleichen Dr. H. P. Kok und Dr. J. Crezee beide Methoden, um festzustellen, welche Technik die effektivere Erwärmung liefert.

Dabei fiel auf, dass es nicht nur Unterschiede zwischen den beiden Überwärmungsmethoden gibt. Auch was die Temperaturleistungen anbelangt erreichen nicht alle Systeme auf dem Markt die erforderlichen Resultate.

Mit Hilfe einer eigenen Hyperthermie-Planungssoftware berechneten die beiden niederländischen Forscher die Temperaturverteilung basierend auf der spezifischen Absorptionsrate (SAR). Sie führten ihre Vergleichssimulationen zwischen einem Phantom aus muskeläquivalenten Material und einem Phantom mit einer oberflächlichen Fettschicht durch; beide Phantome enthielten eine zylindrische Zielregion. Anschließend untersuchten sie ein Patientenmodell mit einem Brustwandrezidiv, das aus CT-Daten erstellt wurde, wobei die Zielregion muskelähnliche, fettäquivalente Eigenschaften aufwies.

Die Ergebnisse zeigen, dass kapazitive Erwärmungstechniken zu einer bevorzugten Überwärmung der Unterhautfettschicht führen, welche vom Patienten als Hotspots - örtlich fokussierte heisse Stellen unter der Haut - empfunden werden und schwer verträglich sind. Vor allem aber wird so verhindert, dass der Tumor die für eine therapeutische Wirkung erforderliche Temperatur erreicht. Das Pyrexar BSD-500 System dagegen strahlt radiative Mikrowellenenergie mit einer Frequenz von 915 MHz ab. Diese Energie wird vom Tumor als Wärme absorbiert und die Unterhautfettschicht absorbiert nur einen kleinen Teil der Mikrowellenenergie. So beobachteten die Forscher, dass mit der hochfrequenz-induzierten Hyperthermie in mindestens 90 Prozent der Zielregion eine therapeutisch wirksame Temperatur erreicht wird. Im Vergleich zu kapazitiven Systemen erreichen also radiative Systeme eine um 0,4-1,1 °C höhere therapeutische Temperatur, und führen damit zu einer 2 bis 4-fach besseren thermischen Dosis im Tumorgewebe.

So kamen die Dres. Kok und Crezee zu der Schlussfolgerung, dass nur die hochfrequenz-induzierte Hyperthermie das gewünschte klinische Ergebnis erzielt, indem sie es ermöglicht, den Tumor ausreichend zu erwärmen, bevor das Auftreten von Hotspots beim Patienten eine erfolgreiche Behandlung verhindert.

Unter den fünf Hyperthermie-Systemen, die in der Studie erwähnt wurden, ist nur eines von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörede FDA zugelassen: das radiative BSD-500-System von Pyrexar. Hierbei handelt es sich um ein mobiles System zur Behandlung von hautnahen Tumoren. Das BSD-500 verfügt über präzise Messsonden und einem Satz Applikatoren für optimale Anpassung an die jeweilige Tumorphysiologie.

Lesen Sie die vollständige Veröffentlichung hier: www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/02656736.2016.1268726...

(1) Basierend auf veröffentlichten klinischen Studien (2) Datta, Niloy R. et al. Hyperthermia and Radiation Therapy in Locoregional Recurrent Breast Cancers: A Systematic Review and Meta-analysis. Int J Radiation Oncol Biol Phys, Vol. 5, pp. 1073-1087, 2016

Über Dr. Sennewald Medizintechnik:

Die Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH vertreibt die modernsten Hyperthermiesysteme, die bei der Behandlung von onkologischen Erkrankungen zum Einsatz kommen. Hyperthermie oder Thermotherapie ist eine schonende, etablierte und klinisch erprobte Behandlungsform zur verstärkten Zerstörung von Tumorzellen durch selektive Überwärmung. Sie wird im stationären Bereich in Kombination mit Strahlen- und Chemotherapie angewandt.

Mittlerweile nutzen neben elf renommierten deutschen Krankenhäusern, wie zum Beispiel die Charité - Universitätsmedizin Berlin, das Universitätsklinikum München-Großhadern und das Universitätsklinikum Erlangen, weitere zehn Hyperthermie-Therapie-Zentren im europäischen Ausland die Geräte der in München ansässigen Dr. Sennewald

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