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stern: Dramatisches Umfragetief für SPD und Regierung - Nur noch 29 Prozent der Deutschen mit ihrer Arbeit zufrieden - Mehrheit glaubt an Unions-Wahlsieg

    Hamburg - Nur noch 29 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit von SPD und Bundesregierung zufrieden. Dieses für die Regierung alarmierende Resultat ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Hamburger Magazins stern. Auch mit der Arbeit von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist eine Mehrheit  von 52 Prozent unzufrieden, während sich 43 Prozent zufrieden äußerten. Auf den wichtigsten politischen Kompetenzfeldern führt die CDU/CSU mit weitem Abstand vor der SPD: Den wirtschaftlichen Aufschwung trauen 42 Prozent der Union zu, nur 24 Prozent der SPD. Die innere Sicherheit ist für 48 Prozent bei der Union besser aufgehoben, 27 Prozent bevorzugen hier die SPD. Für die Modernisierung und Erneuerung Deutschlands haben nach Auffassung von 32 Prozent CDU und CSU das bessere Programm, nur 23 Prozent setzen hier auf die Sozialdemokraten. Demzufolge glauben auch 48 Prozent der Deutschen, dass die CDU/CSU die Bundestagswahl gewinnen wird, 38 Prozent sehen die SPD vorne.

    Bei den theoretischen Koalitionsmöglichkeiten liegt ein Bündnis von Union und FDP in der Gunst der Deutschen vorne: 30 Prozent glauben, dass es die anstehenden Probleme am besten lösen könnte. An zweiter Stelle folgt mit 24 Prozent eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD. SPD und Grüne erreichen nur einen Sympathiewert von 15 Prozent, ein sozialliberales Bündnis von SPD und FDP 12 Prozent.

    Das Profil der Spitzenkandidaten  wird bei der Wahlentscheidung nur für 12 Prozent der Deutschen vorrangig sein, für 78 Prozent ist die politische Leistungskraft der Parteien letztlich wichtiger, ergab die stern-Umfrage weiter.  Der Ausgang der beiden Fernseh-Duelle zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber ist für 43 Prozent der Deutschen bei der eigenen Wahlentscheidung völlig unwichtig. Als weniger wichtig bezeichnen ihn 31 Prozent, nur 23 Prozent halten ihn für wichtig.

    Bei der Sonntagsfrage ("Wen würden Sie wählen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre?") kommen laut Forsa CDU/CSU derzeit auf 41 Prozent, die SPD auf 32, die FDP auf 11, Grüne auf 7, PDS auf sechs und sonstige Parteien auf drei Prozent. In der Kanzlerfrage ("Wen würden Sie direkt zum Kanzler wählen?") liegt Gerhard Schröder mit 41 Prozent weiter zehn Prozentpunkte vor seinem Herausforderer Edmund Stoiber.

    Das Forsa-Institut hatte für den stern am 7. und 8. Mai insgesamt 1009 Wahlberechtigte repräsentativ  befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 3 Prozentpunkte.

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