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Stern: van Buitenens Vorwürfe führen zu neuen Untersuchungen

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    Hamburg (ots) - Die Vorwürfe des niederländischen EU-Beamten Paul
van Buitenen haben  zu zwei weiteren förmlichen
Untersuchungsverfahren geführt. Darüber hat jetzt nach Informationen
des Hamburger Magazin stern EU-Verwaltungskommissar Neil Kinnock das
Europaparlament in einem Brief informiert.
    
    Eine der beiden so genannten Verwaltungsuntersuchungen betrifft
nach Kinnocks Angaben den Fall der so genannten "Cellule de
Communication" (Arbeitsgruppe Kommunikation), bei dem es um eine
möglicherweise manipulierte Auftragsvergabe geht. Eine französische
PR-Expertin gewann einen Werbeetat der Kommission, für den sie
selbst die Ausschreibung mit vorbereitet hatte. Geleitet wurde die
"Cellule" bis Ende 1995 von dem hohen französischen Beamten François
Lamoureux.  Lamoureux sagte dem stern, er habe sich in keiner Weise
für eine Vertragsvergabe an die PR-Expertin eingesetzt.
    
    Kommissionspräsident Romano Prodi lagen die Vorwürfe nach
stern-Informationen bereits bei Amtsantritt im September 1999 vor. Er
hatte Lamoureux damals zum Generaldirektor befördert, ohne der Sache
zuvor nachzugehen.
    
    Außerdem wollen Kinnocks Beamte den Fall "Leonardo/Agenor" neu
aufrollen. Hohe Beamte stehen im Verdacht, Betrugsvorwürfe gegen die
Firma "Agenor" jahrelang missachtet zu haben. Sie hatte im Auftrag
der Kommission das Bildungsprogramm "Leonardo" organisiert.
    
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