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Sandra Maischberger im stern: Lafontaine verlangt für einen Auftritt 2500 Euro

    Hamburg (ots) - Der für seine Sparsamkeit bekannte frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine verlangt für einen Auftritt in der Talkshow "Maischberger" auf n-tv 2500 Euro. Dies verrät TV-Talkerin Sandra Maischberger in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern. "Er sagt, er sei jetzt freier Autor und müsse Geld verdienen. Wir zahlen aber aus Prinzip bestenfalls eine Aufwandsentschädigung."          Maischberger, die sich in dem stern-Interview als "Fragemonster" bezeichnet, gesteht, in ihrer Sendung an Innenminister Otto Schily und Umweltminister Jürgen Trittin gescheitert zu sein. "Bei dem (Schily. Red.) habe ich immer das Gefühl, zu wenig herauszubekommen. Bei Jürgen Trittin war ich auch schlecht. Er erinnert mich in seiner Haltung an einen Türsteher, der breitbeinig und mit verschränkten Armen dasteht und nichts und niemanden durchlässt." Eine sichere Bank sei immer Gregor Gysi, "weil man so gut mit ihm streiten kann".          Die TV-Talkerin hält sich für "ziemlich unreflektiert". Dauernd nach innen zu schauen "ist für mich ein Rezept zum Wahnsinnigwerden". Die letzte Erfahrung dieser Art habe sie in der Pubertät gehabt. "Ich dachte, ich drehe durch, weil ich alles auf mich bezog und persönlich nahm. Ich fragte mich ständig: ‚Wer bin ich? Wohin gehe ich? Weshalb bin ich auf der Welt?' Das brachte mich an den Rand einer Depression. Vielleicht ist es eine instinktive Abwehrreaktion, dass ich heute ständig anderen Fragen stelle."          Die 35-Jährige ist selbst keine Zuschauerin von Talkshows, "weil ich es nicht ertrage, nicht mitreden zu können. Mir wird immer ein Rätsel bleiben, wo der Spaß beim bloßen Zuschauen liegen soll. Gesprächen zuzuhören, die ich nicht selber führe, hat für mich überhaupt keinen Reiz".          Ihren derzeitigen Erfolg genieße sie sehr, "weil ich eine lebendige Erinnerung daran habe, wie es ohne ist. Wenn mir jemand sagt, dass er meine Sendung großartig findet, würde ich am liebsten im Erdboden versinken. Sobald der aber weg ist, ist das ein erhebendes Gefühl. Es ist doch schön, für schlau gehalten zu werden". Karriere und Geld seien aber wertlos, "wenn Sie die schönen Momente nicht mit jemandem teilen können. Für mich hat ein Leben ohne Liebe keinen Sinn".          Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei.     

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