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"Arafat nicht an die Wand drücken und zerquetschen"
stern-Interview mit dem ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak

"Arafat nicht an die Wand drücken und zerquetschen" / stern-Interview
mit dem ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak
Hamburg (ots) - Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Barak warnt sein Land vor einem Sturz von Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Israel solle klar machen, dass es in diesem Kampf nicht darum gehe, "Arafat an die Wand zu drücken und zu zerquetschen". Kein Terrorist solle straffrei bleiben, "aber es ist nicht unsere Aufgabe, Arafat zu ersetzen, sondern die der Palästinenser", sagte der Vorgänger Ariel Sharons in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern, das in der neuen Ausgabe erscheint. "So wie ein Mensch sich seine Eltern nicht aussuchen kann und ein Land nicht seine Nachbarn, sollten wir nichts unternehmen, ihn zu ersetzen. Wen auch immer wir aussuchten, er wäre automatisch unfähig, irgendetwas zu tun. Ein neuer Führer muss unter den Palästinensern wachsen", forderte Barak. Er glaube nicht, dass eine Militäroperation das Problem mit den Palästinensern lösen könne. "Sie kann nur Teil eines umfassenderen Konzeptes sein. Die anderen Elemente sind der Kampf um die Einheit unter uns Juden und die internationale Legitimation dessen, was wir tun", sagte Barak. Nur wenn Israel moralisch im Recht erscheine, könne es politisch Erfolg haben. "In den vergangenen Monaten haben wir diese moralische Überlegenheit verloren. Wir dürfen nicht nur der Stärkere sein. Wir müssen auch im Recht sein", sagte der frühere Premierminister im stern-Gespräch. Für das vollständige Interview: stern-Nachrichtenredaktion, Tel. 040/3703-3558; für inhaltliche Rückfragen: stern-Redakteur Hans-Hermann Klare, Tel. 040/3703-3595 Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: Stern Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen: Nachrichtenredaktion Telefon (040) 3703 3558 Telefax (040) 3703 5631 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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