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Kassenvorstand im stern: Ärzten bei Abrechnungsverstößen die Zulassung entziehen

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    Hamburg (ots) - Um Korruption und Betrug im Gesundheitswesen einzudämmen, fordert der Vorstand der Innungskrankenkassen, Gernot Kiefer, schärfere Bestimmungen bei der Kassenzulassung der Ärzte. "Wer vorsätzlich gegen Abrechnungsregeln verstößt, bekommt beim ersten Mal eine Verwarnung mit Wiedergutmachung des Schadens. Beim zweiten Mal wird die Zulassung für ein Jahr entzogen", schlägt Kiefer in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern vor.

    Außerdem fordert Kiefer, der zugleich Leiter der Arbeitsgruppe Abrechnungsmanipulation der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherer ist, dass "sowohl die Ärzte als auch die Pharmaindustrie jedes Jahr einen Transparenz-Bericht über die Zusammenarbeit und die geflossenen Vergütungen vorlegen müssen". Kiefer schätzt, dass jede fünfte Ärzte-Abrechnung "nicht ganz korrekt ist" und taxiert den Gesamtschaden auf 750 Millionen Euro im Jahr. Damit wolle er jedoch nicht "die Ärzte pauschal anklagen". Schuld seien auch die Industrie und das "komplizierte Abrechnungssystem".

    Kiefer beklagte im stern, dass bei den Kassenärztlichen Vereinigungen "eine Abrechnung erst dann als verdächtig gilt, wenn ein Arzt Leistungen angibt, für die er im Durchschnitt mehr als 16 Stunden pro Tag gearbeitet haben müsste".

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