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stern: Interne Auswertung des Polizeipräsidiums Köln zeigt, welche Flüchtlingsgruppen straffällig werden.
Syrer völlig unauffällig - anders als andere Nationen

Hamburg (ots) - Das Kölner Polizeipräsidium hat die sogenannten Folgetatenquoten von Asylbewerbern ein Jahr lang genau analysieren lassen. Die "Auswertungs- und Analysestelle Allgemeine Kriminalität" der Kölner Polizei trug dafür Zahlen von Oktober 2014 bis November 2015 zusammen. Sie wollte wissen: Personen welcher Nationalität treten innerhalb eines Jahres nach Erfassung des Tatbestands 'Illegaler Aufenthalt' erneut als Beschuldigte in einem Strafverfahren in Erscheinung?

Im Spätherbst 2015 lag die Auswertung der Führung des Kölner Polizeipräsidiums vor. Nach stern-Informationen zeigt sie einerseits, dass ein großer Teil jener Flüchtlinge, die seit geraumer Zeit Schutz in Deutschland sucht, nach der Registrierung keineswegs straffällig wird.

Der stern zitiert Zahlen der Untersuchung, über die auch in "Forum" berichtet wird, einer internen Publikation der Kölner Polizei. Von 1111 in Köln registrierten Syrern traten gerade mal fünf in der Folgezeit polizeilich in Erscheinung. Das ist nicht mal ein halbes Prozent. Bei Flüchtlingen aus Afghanistan und Irak sieht es ähnlich aus. Von 660 Afghanen kamen der Kölner Polizei anschließend nur vier als Kriminelle unter. Von 789 geflohenen Irakern traten gerade mal 19 im Untersuchungszeitraum polizeilich in Erscheinung, von 294 Iranern ebenfalls nur neun. "Personen aus diesen Herkunftsländern stellen aus kriminalpolizeilicher Sicht bislang kein Problem dar", heißt es in dem Bericht der Zeitschrift "Forum".

"Ganz anders sieht das bei Flüchtlingen aus Nordafrika aus", steht weiter in dem Text. Bei den 521 in Köln registrierten Marokkanern liegt die Folgetatenquote tatsächlich bei 40 Prozent. Von den 260 Algeriern und den 57 Tunesiern, die zwischen Oktober 2014 und November 2015 in Köln registriert wurden, fielen ebenfalls 40 Prozent anschließend im Zusammenhang mit Straftaten auf. "Auf ähnliche Quoten" kommen laut der Mitarbeiterzeitschrift "Eingereiste aus Bosnien-Herzegowina und Montenegro".

Die meisten Straftaten ereigneten sich laut Kölner Polizei auf dem "Aktionsraum Straße". Es handelte sich also um Raub, um Laden- und Taschendiebstahl, auch um Diebstahl an und aus Autos.

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