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stern: Preispolitik der US-Luftfahrtgesellschaften im Transatlantikverkehr sorgt für Ärger zwischen Berlin und Washington

Verkehrsminister Kurt Bodewig will wegen der US-Dumping-Flugpreise im Transatlantikverkehr bei der US-Regierung intervenieren. Berlin wirft Washington vor, gegen das 1996 geschlossene Open-Skies-Abkommen zu verstoßen, das gleiche Wettbewerbsbedingungen vorsieht, berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Anlass der Kritik sind Subventionen und Darlehensgarantien von 15 Milliarden Dollar für die großen US-Fluggesellschaften nach den Terroranschlägen vom 11.September. Die Beihilfen seien keineswegs nur zur Schadensregulierung auf dem inneramerikanischen Markt eingesetzt worden. US-Gesellschaften nutzten vielmehr, wie es in einem internen Regierungsvermerk heißt, die Beihilfen zur Finanzierung von "erheblichen Preissenkungen". Dies führe zu "Wettbewerbsverzerrungen auf den Transatlantikrouten"- auch zu Lasten der Lufthansa. Die Dumpingpreise seien "schädlich für alle auf dem Nordatlantik tätigen Gesellschaften, mittelfristig sogar für den gesamten Weltluftverkehr". Ein Beispiel: bei Delta sind für die Strecke New York-Frankfurt in der Wintersaison 2001/02 nur 271 Dollar fällig, bei Lufthansa 394 Dollar. In den vorangegangenen zwei Jahren berechneten beide Airlines noch identische Tarife. Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: stern-Mitarbeiter Klaus Wirtgen Tel. 0172/412 54 97 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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