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Paul McCartney im stern: "Mit George Harrison habe ich meinen kleinen Bruder verloren"

Paul McCartney im stern: "Mit George Harrison habe ich meinen kleinen
Bruder verloren"

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    Hamburg (ots) - Der Tod von Ex-Beatle George Harrison ist Paul
McCartney sehr nahe gegangen. In einem Interview mit dem Hamburger
Magazin stern sagte der 59-Jährige: "Ich kann nur sagen, dass ich
sehr, sehr traurig bin. Ich habe meinen kleinen Bruder verloren."
George sei derjenige gewesen, der mit seinem "außergewöhnlichen Humor
und seiner großen Menschenkenntnis die Beatles zusammenhielt. Ohne
George wäre ich heute nicht der, der ich bin. Ich werde ihn unendlich
vermissen".
    
    McCartney gestand in dem stern-Gespräch ein, sich nicht mehr an
alle Beatles-Lieder erinnern zu können. Bei manchen Konzerten "fange
ich an zu singen und höre dann dem Publikum zu, weil es einige Songs
besser kennt als ich und alleine weitersingt". Seine heute 33 Jahre
alte Freundin Heather habe kein einziges Beatles-Stück gekannt, als
sie sich kennen gelernt hätten. "Ich saß irgendwann mal am Klavier,
spielte und summte an einem neuen Song herum, und Heather sagte: 'Oh,
ein schönes Lied. Welches Beatles-Stück ist das?' Gar keines, habe
ich gesagt, ich schreibe es gerade. Ich hab den Song dann 'Heather'
genannt." Anfangs habe er gedacht, dies liege womöglich am
Generationsunterschied, aber Heather habe eine kleine Schwester, die
wiederum viel von den Beatles kenne. Die sage dann schon mal, wenn
etwas im Radio liefe: "Heather, sei nicht blöd, das ist 'Get back'
und der da singt, ist Paul."
    
    Den Anschlag auf das World Trade Center am 11. September erlebte
der Ex-Beatle in einer Maschine auf dem Rollfeld des New Yorker
Flughafens. "Ich konnte durch mein Fenster sehen, wie diese Flugzeuge
in das World Trade Center stürzten. Wir mussten aussteigen, und ich
saß in der Stadt fest. Wir haben das alles sehr nah verfolgt, am
Fernseher, auf den Straßen und mit Freunden." McCartney wiederholte
in dem Interview noch einmal seine Überzeugung, dass die
Bombardements auf Afghanistan als Antwort auf den Terroranschlag
gerechtfertigt seien. "Ich bin immer noch Pazifist, aber die
Verhältnisse haben sich geändert. Wenn morgen jemand London angreift
und besetzt und meine Kinder hier leben, kann ich nicht herumsitzen,
mir das ansehen und meinen Pazifismus pflegen. Ich bin wirklich kein
großer Krieger, aber dann muss auch ich etwas tun."
    
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