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Trotz schwieriger Geschäftsentwicklung können Online-Broker auf ein Neukundenpotenzial von 2,2 Millionen bauen

    Hamburg (ots) -

    sternMarkenProfile 9: Ein Drittel der potenziellen Neukunden sind Frauen / Antizyklische Werbung aussichtsreich

    Unter dem gegenwärtigen Abwärtstrend an den Börsen
leidet auch die Geschäftsentwicklung der großen Online-Broker, bei
den meisten herrscht Krisenstimmung. Trotzdem könnten diese
Unternehmen kurz- und mittelfristig ein Neukundenpotenzial von 2,2
Millionen Anlegern erschließen. Das zeigt die neueste Ausgabe der
Studie MarkenProfile der Zeitschrift stern. 9,7 Millionen
Bundesbürger zwischen 14 und 64 Jahren besitzen demnach persönlich
Aktien, Aktien- oder Rentenfonds beziehungsweise wollen mit
Sicherheit in diese Anlageformen investieren. Obwohl 5,5 Millionen
der Anleger-Haushalte bereits mit Internet-Zugängen ausgestattet
sind, nutzen nur 1,1 Millionen von ihnen die Dienste der
Online-Broker. Von den übrigen 4,4 Millionen gibt die Hälfte an, dass
die Abwicklung von Wertpapiergeschäften über das Internet für sie in
Frage kommt oder bereits geplant ist. Für die andere Hälfte sprechen
in erster Linie Sicherheitsbedenken dagegen, Wertpapiere per
Mausklick zu ordern. Rund ein Viertel von ihnen legt aber auch Wert
auf die persönliche Beratung.
    
    Jeder dritte potenzielle Neukunde ist weiblich. Damit liegt der
Frauenanteil deutlich höher als bei den bisherigen Kunden, bei denen
er nur knapp ein Viertel beträgt. Die Altersstruktur unterscheidet
sich nur geringfügig von den bisherigen Nutzern, im Schnitt sind die
potenziellen Online-Anleger 36 Jahre alt. 89 Prozent von ihnen
verfügen über ein eigenes Einkommen. Es beläuft sich im Schnitt auf
1.730 Euro netto im Monat, verglichen mit 1.250 Euro in der
Gesamtbevölkerung und 2.060 Euro bei denen, die derzeit schon
Online-Brokerage betreiben.
    
    Unterschiede zwischen Kunden und Neukunden zeigen sich auch bei
der Nutzungsintensität des Internets. Während 56 Prozent der
derzeitigen Kunden von Online-Brokern das Web täglich oder fast
täglich nutzen, tun dies von den potenziellen Neukunden nur 31
Prozent. Die Einstellung zum Aktienmarkt ist dagegen in beiden
Gruppen sehr positiv: 83 Prozent der Neukunden vertreten die Ansicht,
Aktien böten höhere Renditen als andere Anlageformen, 73 Prozent
meinen, dass Dividendenpapiere eine zukunftssichere Geldanlage
bilden. Der Bekanntheitsgrad führender Online-Broker liegt bei den
potenziellen Neukunden gegenwärtig zwischen 50 und 75 Prozent.
    
    
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