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Kandidaten-Check im stern: "Edmund Stoiber hat die besten Chancen"

Mit wem sollte die Union als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl im kommenden Jahres gehen? Das Hamburger Magazin stern hat zehn Experten gefragt, wie gut sich führende Politiker von CDU/CSU als Kanzlerkandidat eignen. Das Ergebnis: Edmund Stoiber liegt bei den Fachleuten vor Wolfgang Schäuble, Angela Merkel und Roland Koch. Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, sieht bei der Frage "Wer kommt bei den Wählern am besten an?" mit großem Abstand Edmund Stoiber vorn, gefolgt von Wolfgang Schäuble und Angela Merkel. Der CSU-Chef habe "die besten Chancen, weil er in den Kernbereichen Innere Sicherheit und Wirtschaft die höchste Kompetenz" habe. Das einzige Problem: "Er ist Bayer - und Bayern tickt anders als der Rest der Republik." Bei der Frage "Wer ist für die CDU am besten?" bewertet Politik-Professor Gerd Langguth Roland Koch und Edmund Stoiber gleich gut, dennoch hat für den CDU-Kenner "Arbeitstier" Stoiber "die besten Chancen". Auf den Plätzen drei und vier folgen Schäuble und Merkel. Auch für den ehemaligen SPD-Geschäftsführer Peter Glotz ist der bayerische Ministerpräsident der "gefährlichste Gegner für Schröder". Auch bei dieser Frage rangiert Angela Merkel an letzter Stelle. Ihre fehle es, so Glotz, "an Erfahrung und Biß". Für Ex-"Bild"-Chef Peter Boenisch läßt sich der bayerische Ministerpräsident "am besten verkaufen". Angela Merkel sei zwar ein "fleißiges Lieschen, aber ohne Glanz und Gloria". Knapp hinter Stoiber kommt für Boenisch Wolfgang Schäuble, der auch "sitzend die Stehenden überragt". "Am meisten für das "C" steht nach Meinung von Wolfgang Ockenfels, Professor für Christliche Sozialwissenschaft, mit einem "moralisch vorbildlichen Lebenswandel" der bayerische Ministerpräsident, gefolgt von Wolfgang Schäuble. Bei Roland Koch vermißt Ockenfels die "christliche Demut". Der hessische Parteichef solle "sich mal für einige Wochen in ein Kloster zurückziehen und Buße tun". Merkel empfielt Ockenfels "Nachhilfestunden in Christlicher Gesellschaftslehre". Am stärksten für das Zusammenwachsen für Ost und West setzt sich nach dem Urteil des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere Wolfgang Schäuble ein. Für Angela Merkel spräche, dass eine Ostdeutsche Vorsitzende einer großen konservativen Volkspartei werden konnte. Bis dahin habe der Grundsatz gegolten: "Ossis werden nur Stellvertreter." Selbst bei der Frage, "Wer hat die beste Frisur?" landet Angela Merkel abgeschlagen auf Platz zwei. Für Star-Coiffeur Gerhard Meir ist Wolfgang Schäube "perfekt frisiert". Die CDU-Vorsitzende, so sein Rat, solle sich mehr "Schwung ins Haar fönen". Stoiber rät er, das Haar "kürzer zu schneiden". Auch Roland Koch ("wie eine Reklamefigur aus den 60er Jahren") sollte sich dringend von einem guten Friseur beraten lassen. Diese Meldung ist unter Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Die vollständigen Ergebnisse könne unter www.stern.de/ Politik, Stichwort: Der Kandidatencheck abgerufen werden. Für Rückfragen wenden Sie sich bitten an die stern-Nachrichtenredaktion, Tel. 040/3703-3558 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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