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Gadhafis Sohn im stern: "Was in Afghanistan passiert, ist eine natürliche Reaktion der Amerikaner"

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    Hamburg (ots) - Der Sohn des libyschen Staatspräsidenten Moammar
Gadhafi, Saif al-Islam, hat Verständnis für den Krieg gegen
Afghanistan geäußert. "Was in Afghanistan passiert, ist eine
natürliche Reaktion der Amerikaner", sagte al-Islam im Interview mit
dem Hamburger Magazin stern. Libyen sei "bereit, im Kampf gegen
Terrorismus mitzuarbeiten, mit allen Seiten". Das Land wird von den
USA seit langem als "Schurkenstaat" bezeichnet.
    
    Der 30-jährige al-Islam reiste am vergangenen Wochenende auf
Einladung der Bundesrepublik nach Berlin. Zu dem Prozess über den
Anschlag auf die Berliner Diskothek La Belle, in dem am 13. November
ein Urteil erwartet wird, sagte er dem stern: "Auch wenn ein Libyer
mitangeklagt ist: Libyen als Staat hat damit nichts zu tun."
    
    Der Gadhafi-Sohn sprach mit dem stern auch über seinen Kontakt zu
westlichen Politikern, nachdem Libyen im vorigen Jahr Geiseln wie die
deutsche Familie Wallert von philippinischen Terroristen
freigekaufte. Sein Land habe dafür "eine wunderbare Medienkampagne"
bekommen. "Premiers riefen an, alle lobten Libyen. Außenminister
Fischer bedankte sich bei mir." In Wien, so al-Islam weiter, habe er
auch BND-Präsident Hanning getroffen. Privatleute aus Deutschland
hätten damals "Schecks für die Gadhafi-Stiftung" geschickt. Nun
erweitere sein Land den Handel mit Deutschland.
    
    
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