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stern-RTL-Wahltrend: CDU/CSU verliert, SPD legt zu
Forsa-Chef Güllner: Hamburg-Wahl ohne große Auswirkung auf politische Großwetterlage

Hamburg (ots) - Der Ausgang der Bürgerschaftswahl in Hamburg hat die bundespolitische Stimmung nur minimal beeinflusst. Im stern-RTL-Wahltrend verlieren die Unionsparteien CDU/CSU einen Prozentpunkt und kommen nun auf 42 Prozent. Die SPD verbessert sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 24 Prozent. Auch die Linke legt zu auf 9 Prozent, während die Grünen wieder von 10 auf 9 Prozent abrutschen. Die AfD gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und liegt wieder bei 6 Prozent, die FDP behauptet ihre 5 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen jetzt ebenfalls 5 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 28 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz - wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte - bleibt Angela Merkels Wert weiterhin bei 62 Prozent. Damit liegt sie nun 49 Punkte vor SPD-Chef Sigmar Gabriel, der nur noch auf 13 Prozent kommt. Gabriel gelingt es offenbar immer noch nicht, Rückhalt bei den eigenen Anhängern zu gewinnen, von denen sich 62 Prozent nicht für ihn entscheiden würden.

Dass es trotz der herben Niederlage der CDU bei der Hamburg-Wahl bundesweit keine spürbare Sympathiedelle für die Union gibt, erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner so: "Anders als im Stadtstaat Hamburg machen sich Wahlerfolge oder -niederlagen zum Beispiel im größten deutschen Flächenland Nordrhein-Westfalen viel deutlicher bemerkbar in der politischen Großwetterlage - nach der verlorenen NRW-Landtagswahl im Mai 2012 rutschten CDU/CSU bundesweit gleich um vier Prozentpunkte ab." Auch die SPD habe sich nach ihrem Triumph in der Elbmetropole nur um einen Punkt verbessern können - und würde damit nach wie vor weniger Stimmen erhalten als bei der Bundestagswahl im September 2013, als sie auf 25,7 Prozent kam.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 16. bis 20. Februar 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

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