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stern: Eine Million Mark in neue "Zentralstelle für Nachweisbeschaffung für Zwangsarbeiter" investiert

    Hamburg (ots) - Nach achtmonatigem Gerangel um Konzepte,
Zuständigkeiten und Geld wird nun bis Ende August die "Zentralstelle
zur Nachweisbeschaffung" über Zwangsarbeit aufgebaut. Die Einrichtung
mit 14 Mitarbeitern und Sitz in Köln kümmert sich um solche
ehemaligen Zwangsarbeiter, die ihre Arbeit für Nazi-Deutschland
bisher nicht mit Dokumenten belegen können. Das berichtet das
Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe.
    
    Die Zentralstelle wird benötigt, weil der Internationale
Suchdienst des Roten Kreuzes (ISD), der im nordhessischen Bad Arolsen
das größte NS-Archiv der Welt verwaltet, nur weit weniger als die
Hälfte aller gesuchten Nachweise liefert. Der ISD ist laut stern
nicht bereit, an ihn gerichtete Hilfsgesuche von Zwangsarbeitern
direkt an Firmen- und Stadtarchive in den Bundesländern
weiterzuleiten.
    
    Diese Aufgabe soll nun die Zentralstelle übernehmen. Sie hat einen
Etat von einer Million Mark, die aus den Zinsen der zehn
Entschädigungsmilliarden von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft
stammen. Ralf Possekel, Historiker bei der Stiftung "Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft", räumte gegenüber dem stern ein, dass man
"mit der Zentralstelle auch schon im April so weit hätte sein
können".
    
    Diese Meldung ist unter der Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.
    
    
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