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stern: Mangel an OP-Schwestern spitzt sich zu

stern: Mangel an OP-Schwestern spitzt sich zu

    Hamburg (ots) - Aus Personalmangel bleiben in Deutschland Operationssäle geschlossen. An der Uniklinik Ulm fehlen 14 OP-Schwestern, drei OP-Säle sind dicht. Auch in Großstädten berichten Pflegedirektoren von dramatischen Zuständen. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe.

    "Trotz Werbekampagnen und besserer Bezahlung finden wir keine Fachkräfte für den OP", sagte Torsten Rantzsch vom Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf dem stern. 15 Stellen seien im Moment unbesetzt. An der Uniklinik München fehlen sogar 42 OP-Helfer. Entspannt ist die Lage nur in Ostdeutschland, wo in den letzten Jahren viele Krankenhäuser geschlossen wurden.

    Grund für die Personalnot ist neben der stressigen Tätigkeit die lange Ausbildung. Der dreijährigen Krankenpfleger- bzw. Krankenschwesterlehre folgen zwei Jahre Berufserfahrung und eine zweijährige Zusatzqualifikation. Krankenhäuser versuchen nun,  mit eigenen Schulungen zum Technischen Operations-Assistenten (TOA) Engpässe zu vermeiden. Doch diese Direkt-Ausbildung, im Ausland längst praktiziert, ist in Deutschland nicht staatlich anerkannt und beim zuständigen Berufsverband verpönt. "Der TOA nimmt den herkömmlich ausgebildeten Pflegekräften eine weitere Karrierechance", sagt Gertrud Stöcker vom Bundesausschuss der Lehrer für Pflegeberufe dem stern.

    Diese Vorabmeldung ist unter der Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei.


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