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Thomas Cook-Chef Pichler im stern: "Das Gerede um Mallorca ärgert mich"

Hamburg (ots) - Das Ferienziel Mallorca ist von der Inselregierung unnötig schlecht geredet worden. Dies beklagt Stefan Pichler, Vorstandsvorsitzender der Thomas Cook AG, der früheren C&N Touristik AG in Oberursel, in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern. Das Gerede über Ökosteuer, Wassermangel, Baulärm, Ballermänner und Streiks habe den Gästen das "ungeheuer attraktive Zielgebiet" vergällt. "Das ärgert mich", sagte Pichler. Die Thomas Cook AG baut derzeit Bulgarien als neues Massenziel aus. Pichler schätzt, dass das "hervorragende Preis-Leistungsverhältnis" in Zukunft fünf bis sechs Prozent seiner Kunden an die Strände Bulgariens zieht. Der Tourismus stehe erst am Anfang eines gewaltigen Wachstums, demnächst gesteuert von nur "vier oder fünf Global Playern", prognostizierte Pichler. Bis zum Jahr 2010 werde über ein Drittel der deutschen Haushalte mehr als einmal jährlich in die Ferien fahren. Der Konzern, zu dem unter anderem Marken wie Neckermann Reisen, Aldiana, Terramar, Kreutzer und Condor gehören, rückte seit dem Kauf des britischen Reiseunternehmens Thomas Cook zum international drittgrößten Touristikkonzern auf. "Wir wollen in Zukunft auf allen wichtigen touristischen Märkten die Nummer eins oder zwei sein," sagte der Vorstandsvorsitzende dem stern. Trotz der Globalisierung sollen auch im Massentourismus die nationalen Eigenheiten der Kundschaft gepflegt werden. Pichler: "Die Franzosen legen im Hotel auf die Weinauswahl besonders viel Wert. Die Deutschen sind stark auf die Eins-A-Strandlage fokussiert und erwarten viel Sonne. Die Engländer geben sich auch mit etwas kühleren Temperaturen zufrieden und fliegen ohne jede Beschwerde in enger bestuhlten Flugzeugen in die Ferien." Um den Beschwerden deutscher Urlauber auf den Grund zu gehen, schickte Stefan Pichler in den vergangenen Monaten seine Topmanager als geheime Tester an die Urlaubs-Front. Auch der Vorstandsvorsitzende selbst reiste unter falschem Vornamen, in Jeans und mit Zwei-Tage-Bart nach Gran Canaria, um Hotels und Service vor Ort wie ein Durchschnitts-Neckermann zu erleben. Pichler: "Ich habe eine Fülle von Anregungen bekommen. Positives, aber auch Schwächen. Es sind ja Kleinigkeiten wie Ungereimtheiten im Service, verspätete Busse, Sprachschwierigkeiten, Chaos an der Rezeption neuer Hotels, die den Urlaub verpatzen können." Die Undercover-Aktion ist Teil einer neuen Qualitätsoffensive, in deren Rahmen die Mitarbeiter stärker auf Kundenzufriedenheit geschult und auch erfolgsabhängig honoriert werden. Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen steht Ihnen stern-Redakteurin Brigitte Zander zur Verfügung. Tel. 089-24297775 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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