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Expedition „Starship Millennium Voyage" geht nach rund 1.000 Tagen in Hamburg zuende

    Hamburg (ots) -

    Das Projekt hat eine weltweite ├ľffentlichkeit f├╝r die Erhaltung     sensibler ├ľkosysteme und den Schutz unber├╝hrter Naturv├Âlker     geschaffen

    High-Tech-Innovationen auf der Starship erfolgreich getestet

    Internationale Internet-Fangemeinde zusammengewachsen

      Nach rund 1.000 Tagen auf See l├Ąuft am heutigen Donnerstag Abend
die Starship in den Hamburger Hafen ein und beendet damit ihre Reise
um die Welt. Das mit modernster Technik ausgestattete Schiff startete
im September 1998 im Auftrag der Zeitschrift stern von Seattle aus
eine Expedition auf den Spuren gro├čer Seefahrer wie Cook und
Magellan. Seitdem hat die Crew unter dem Schiffseigner und Leiter des
Projekts, Michael Poliza, rund 75.000 Seemeilen (rund 140.000
Kilometer) zur├╝ckgelegt und dabei 53 L├Ąnder bereist. ┬äJeder Tag war
eine Premiere, jeder Ausflug mit dem Beiboot eine Expedition, jeder
Landgang eine Entdeckung", fasst Poliza seine Erlebnisse zusammen.
Die Reise f├╝hrte entlang der nordamerikanischen Westk├╝ste nach
Zentralamerika und in die Karibik. ├ťber Polynesien, Neuseeland und
Australien ging es anschlie├čend nach Papua-Neuguinea, von dort nach
Indonesien und Singapur. Schlie├člich umrundete die Crew den
afrikanischen Kontinent, um nach einem Abstecher ins Mittelmeer nach
Mitteleuropa zur├╝ckzukehren.

    Die ┬äStarship Millennium Voyage" ist mit dem Ziel aufgebrochen, einen Beitrag zum Verst├Ąndnis unseres Planeten zu liefern und sich f├╝r die Erhaltung hoch sensibler ├ľkosysteme einzusetzen. Dar├╝ber hinaus ging es den Initiatoren darum, den Blick zu ├Âffnen f├╝r das Schutzbed├╝rfnis nahezu unber├╝hrter archaischer Gesellschaften fernab der Zivilisation. Diese Ziele hat die Starship auf eindrucksvolle Weise erreicht. Bei diesem Vorhaben stand Poliza eine engagierte, ehrenamtliche Crew von insgesamt 26 M├Ąnnern und Frauen aus acht L├Ąndern zur Seite, die jeweils wechselnde Teams bildeten, sowie eine Reihe teilweise namhafter Wissenschaftler und Journalisten, die die Starship auf einzelnen Etappen begleiteten.

    Weltweites Publikum via Internet an Bord

    Die wirkungsvollste Unterst├╝tzung fand die Mission der Starship durch eine weltweite ├ľffentlichkeit: Mit Hilfe der t├Ąglich aktualisierten Starship-Homepage (deutsche Version: www.stern.de/starship / englische Version: www.ms-starship.com) konnten Menschen aus aller Welt bei den Beobachtungen und Entdeckungen der Crew fast hautnah dabei sein. Gleichzeitig erhielten lokale Umweltschutz-Initiativen ├╝ber die Website der Expedition schlagartig eine internationale Pr├Ąsenz, so dass Aufmerksamkeit f├╝r aktuelle Problemlagen vor Ort entstand. Spannende Reportagen, neueste Logbuch-Eintragungen, bewegende Bilder und Videos sowie die M├Âglichkeit, via E-Mail direkt mit der Besatzung an Bord zu kommunizieren,  begeisterten ├╝ber f├╝nf Millionen Besucher im Netz. Mehrere Tausend Nutzer schauten sogar t├Ąglich im Netz vorbei, fieberten mit und machten die neuesten Berichte der Starship wie eine Daily-Soap zu einem Teil ihres Tagesablaufs. Auch nach dem Ende des Projekts bleibt die Starship-Homepage aktiv, so dass Besucher die Abenteuer der Expedition nacherleben k├Ânnen.

    Forschungsplattform f├╝r renommierte Wissenschaftler

    Die Starship diente Forschern aus aller Welt als Plattform f├╝r ihre Arbeit. Die Naturschutzorganisation WWF sowie der Brockhaus-Verlag standen dabei beratend zur Seite. Der angesehene Marinebiologe John McCosker von der California Academy of Sciences in San Francisco, der an Bord der Starship die Folgen des El Ni├▒o-Ph├Ąnomens untersuchte, entdeckte vor der K├╝ste Costa Ricas bislang unbekannte Fischarten. Der Wal-Forscher Dr. Michael Poole, der vor Franz├Âsisch-Polynesien auf die Starship kam, hat nach eigenen Worten ┬äsubstanzielle Daten ├╝ber das Verhalten von Buckelwalen sammeln k├Ânnen". ├ähnlich ging es der Meeresbiologin Katharine Fabricius, die mit ihren Beobachtungen vor der australischen K├╝ste ihre Arbeiten ├╝ber die Weichkorallen am Great Barrier Reef fortsetzt. Vor der K├╝ste S├╝dafrikas traf die Besatzung auf die Hai-Taucher Michael Rutzen und Andr├ę Hartmann, die sich auf Begegnungen mit wei├čen Haien spezialisiert haben. Trotz be├Ąngstigender Szenen fand die Starship-Crew mit Hilfe verschiedener Verhaltensanalysen heraus, dass hinter den vermeintlichen Ungeheuern sensible und kluge Gesch├Âpfe stecken.

    Viele Lehrer haben die Beitr├Ąge der Starship zu einem Teil ihres Unterrichts gemacht. Eine Klasse aus Estorf hat die Berichterstattung im Internet zum Anlass genommen, eine Ausstellung zum Schutz der Wale zu organisieren. Jungen und M├Ądchen einer Berufsschule in Basel haben sich 1998 und 1999 ebenfalls sehr intensiv mit der Weltreise besch├Ąftigt. Oft hat das Forschungsschiff selbst immer wieder Besuch ganzer Schulklassen bekommen, so etwa in Tansania und in Kalifornien. Poliza: ┬äIch hoffe, wir haben dazu beigetragen, dass manche Kinder jetzt mit offeneren Augen durch die Welt gehen."

    Technisches Experimentierfeld

    Die Reise der Starship war auch ein technisches Experiment. Die vier Hauptsponsoren Deutsche Telekom, Sony, Microsoft und Olympus nutzten das Schiff als Testrampe f├╝r ihre neueste Technik. ┬äDie Starship ist ein schwimmender Computer", sagt Poliza. Mit seinen 20 PCs, Scannern, Druckern und Digitalkameras, TV-Schnittpl├Ątzen, Fax-Ger├Ąten, Telefonen und Satelliten-Leitungen ist das Schiff eine jederzeit erreichbare High-Tech-Bastion. Rund 22 Kilometer Kabel an Bord sorgen f├╝r gute Verbindungen zwischen den Ger├Ąten. Per Mausklick kann der Kapit├Ąn auf der Br├╝cke ├╝ber 6.500 digitale Seekarten auf seinen Monitor holen. Das f├╝r den Notfall vorhandene Steuerrad wurde nicht ein einziges Mal gebraucht: Die Starship ist drei Jahre lang mit Maus, Joystick und Tastatur gesteuert worden. Das knapp 23 Meter lange und sechs Meter breite Schiff wurde eigens f├╝r die Weltreise gebaut und wird von einer 420 PS starken V8-MAN-Dieselmaschine angetrieben. Sie bringt das Gef├Ąhrt auf eine H├Âchstgeschwindigkeit von gem├╝tlichen neun Knoten (zirka 17 Stundenkilometer). ┬äF├╝r manche Naturv├Âlker muss unsere Ankunft vor der K├╝ste ungef├Ąhr so gewesen sein, als w├╝rde bei uns ein Raumschiff landen", meint Poliza. ┬äEs war uns daher stets ein zentraler Grundsatz, ├Ąu├čerst behutsam und sensibel vorzugehen, um trotz der intensiven Begegnungen keinerlei Einfluss auf die Einheimischen auszu├╝ben."

    Faszinierende Fotos und Filmaufnahmen

    Mit der ┬äStarship Millennium Voyage" ist eine einzigartige Bestandsaufnahme unseres Planeten entstanden: ├ťber 45.000 digitale Fotos und Filmaufnahmen mit rund 400 Stunden Spielzeit zeugen von der Sch├Ânheit der Erde, den letzten Naturwundern und von V├Âlkern, die trotz ihrer gro├čen Armut Gl├╝ck und Unbefangenheit ausstrahlen. Die besten Texte und Bilder der Weltumrundung werden am 12. Juli in einem Buch mit dem Titel ┬äDie Reise der Starship - in 1.000 Tagen um die Welt" in den Handel kommen. Der Band (70 Mark, 320 Seiten mit 400 Farbfotos sowie CD-ROM-Logbuch mit rund 1.000 Digitalbildern und kurzen Videofilmen) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Verlags Frederking & Thaler mit dem stern und kann unter Angabe der Bestell-Nummer S 1589 versandkostenfrei bei der stern-Hotline (Telefon 040/3703-3803, Fax 07132/96 91 91) bestellt werden. Ab September ist auch ein Starship-Wandkalender (Bestell-Nummer S 1633) f├╝r 2002 im Handel erh├Ąltlich oder ├╝ber die stern-Hotline zum Preis von 59 Mark zu bestellen.

    stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn: ┬äF├╝r den stern war die ┬éStarship Millennium Voyage' ein bemerkenswertes Projekt: Unsere Leser profitierten von ├╝ber 20 sehr sch├Ânen Farbreportagen, die wir exklusiv im Heft pr├Ąsentiert haben. Gleichzeitig wurde den Besuchern von stern.de jeden Tag eine neue, spannende Schatzkiste ge├Âffnet und so ein zus├Ątzlicher Anreiz geschaffen, immer wieder bei uns im Internet vorbeizuschauen." Osterkorn weiter: ┬äVorallem aber macht das Starship-Projekt glaubhaft deutlich, dass der stern nicht nur auf Missst├Ąnde hinweist, sondern immer auch um direkte Ans├Ątze zu deren Bew├Ąltigung bem├╝ht ist."

ots Originaltext: stern
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

F├╝r R├╝ckfragen:

Frank Pl├╝mer
Leitung stern -Presse- + ├ľffentlichkeitsarbeit
Tel. 040/3703-3201, Fax -5683
e-mail: presse@stern.de
Internet: www.stern.de/presse

Hinweis: Pressefotos sind auf Anfrage erh├Ąltlich!

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