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Der stern zeigt anlässlich des 32. BFF-Kongresses im Willy-Brandt-Haus in Berlin die Fotoausstellung "Volker Krämer: Begegnungen"

    Berlin (ots) -

    Retrospektive des bildnerischen Werkes des vor zwei Jahren im Kosovo ermordeten stern-Fotoreporters Volker Krämer

    Im Willy-Brandt-Haus in Berlin ist vom 17. Juni bis zum 29. Juli 01,  die stern-Fotoausstellung "Volker Krämer: Begegnungen" zu sehen. Die Ausstellung zeigt rund 90 Fotos des stern-Fotografen Volker Krämer, der vor zwei Jahren, am 13. Juni 1999, zusammen mit seinem Kollegen, dem stern-Journalisten Gabriel Grüner und deren Dolmetscher Senol Alit im Kosovo ermordet wurde, als sie über das Ende des Krieges dort berichten wollten.

    Der Fotograf Volker Krämer, Jahrgang 1943, wurde durch seine Bilder über die gewaltsame Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 international bekannt. Krämer war damals Fotograf der Rheinischen Post in Düsseldorf, bereits ein Jahr später holte ihn Henri Nannen zum stern, für den Krämer fast drei Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod aus der ganzen Welt berichtete. Krämer  fotografierte u.a. Hippies in Goa, Hungersnöte im Sudan und die afghanischen Mudschahedin.

    Obwohl Krämer wiederholt aus Krisengebieten berichtete, sind diese Bilder nur ein kleiner Teil seines OEuvres. Auf ein bestimmtes Genre wollte sich Krämer nicht festlegen lassen. "Ich bin nicht spezialisiert, es sei denn auf die Wirklichkeit", so beschrieb er seine Arbeit. Sein Themenspektrum reicht denn auch vom ersten Retortenbaby bis zu deutschen Swingerclubs, vom skurrilen Hotelinterieur in Ostfriesland bis zu Bundeskanzler Gerhard Schröder mit ramponiertem Daumen. Für die Ausstellung "Begegnungen", die der stern als Hommage an Krämer nach dessen Tod zusammengestellt hat, wurden aus der Fülle seines Werkes exemplarische Arbeiten aus vier Jahrzehnten ausgewählt, die die wesentlichen Qualitäten seines bildnerischen Schaffens vertreten.

    Dass Krämer als Fotograf eine sehr eigene Sicht der Dinge bewies, belegen seine Bilder.

    Er galt als scharfsichtiger Menschenfreund mit einem besonderen Humor. Oft sind es die kleinen Augenblicke, die Krämer mit viel Gespür und Sinn für Ironie eingefangen hat: "Wenn ich als Reporter unterwegs bin, dann bewege ich mich im Alltag der normalen Menschen, und durch die Kamera fällt mir auf, wie absurd und teilweise komisch das manchmal aussieht."

    Krämer wurde  beim World Press Photo Award  ausgezeichnet und nahm seit 1969 an mehreren Weltausstellungen für Fotografie teil. Auch die Royal Society of Photography  ehrte ihn. Einzelausstellungen waren u.a. in Berlin, Prag und auf der Photokina in Köln zu sehen.

    Die Ausstellung "Volker Krämer: Begegnungen" wird anlässlich des 32. BFF-Kongresses am Sonnabend, dem 16. Juni, um 20.00 Uhr im Rahmen der "Nacht der Bilder" von stern-Art Direktor Tom Jacobi eröffnet.

    "Volker Krämer. Begegnungen"     stern-Fotoausstellung     Willy-Brandt-Haus Berlin, Stresemann Str. 29, 10963 Berlin     Dauer der Ausstellung: 17. Juni bis 29. Juli 2001     Öffnungszeiten:  Dienstag bis Sonntag 12-18 Uhr


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