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stern: In deutschen Geschäften verkauftes Import-Obst in vielen Fällen chemisch belastet

Hamburg (ots) - Aus Südeuropa importiertes und in deutschen Geschäften verkauftes Obst ist in vielen Fällen mit Chemie belastet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der stern in Auftrag gab. Wie das Hamburger Magazin in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, fanden Chemiker in 30 Prozent von 20 getesteten Erdbeer-Stichproben Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Entdeckt wurden Reste des Milbenmittels Dicofol sowie der Pilzkiller Procymidon und Chlorthalonil. Damit waren insgesamt sechs Proben belastet. Drei davon stammten aus Spanien, drei aus Italien. Die drei gefundenen Substanzen stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Die im stern-Test entdeckten Werte lagen zwar in keinem Fall über den vom Gesetzgeber erlaubten Höchstmengen, doch dies sei nach Auffassung von Lars Neumeister vom Pestizid Aktions-Network keinesfalls ein Grund zur Verharmlosung. Wie sich die häufige Aufnahme geringer Konzentrationen auswirkten, sei, so Neumeister, "bisher nicht gut erforscht". Das dürfe aber keine Rechtfertigung dafür sein, "dass in unseren Lebensmitteln toxische Stoffe enthalten sein dürfen". Jedes Risiko müsse vermieden und "rückstandsfreie Nahrung der Standard sein". Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen steht Ihnen stern-Redakteur Gerd Schuster (Tel. 040-37033894) zur Verfügung. Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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