Gruner+Jahr, STERN

stern: FDP beim Kampf um dritten Platz im Parteiensystem vor den Grünen

Hamburg (ots) - Beim Kampf um den dritten Platz im deutschen Parteiensystem haben die Freidemokraten momentan einen klaren Vorsprung vor den Grünen. Die FDP verfügt über das größere Wählerpotenzial und wird von den Bürgern als kompetenter, sympathischer und verlässlicher eingestuft als die Grünen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts, die das Hamburger Magazin stern und der online-Dienst stern.de am morgigen Donnerstag veröffentlichen. Forsa hatte vom 7. bis 14. März insgesamt 3006 Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Einschätzung der beiden kleinen Parteien befragt. Danach könnten sich von den Bürgern, die nicht bereits bekennende FDP-Sympathisanten sind, 23 Prozent vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl den Liberalen ihre Stimme zu geben; bei den Grünen beträgt das zusätzliche Wähler-Reservoir nur 18 Prozent. Die Grünen erhalten auch deutlich schlechtere Noten von der Bevölkerung. Auf einer Skala von minus fünf bis plus fünf erzielten sie einen Mittelwert von jeweils minus 0.1 Punkte für Kompetenz und Sympathie sowie minus 0.3 für Verlässlichkeit. Die FDP bekommt in allen drei Kategorien Pluswerte von 0.1 (Verlässlichkeit) 0.4 (Sympathie) und 0.5 (Kompetenz). Das grüne Spitzenpersonal wird in der stern-Umfrage dagegen weitaus besser bewertet als ihre liberalen Kontrahenten. So erhält Außenminister Joschka Fischer auf einer Skala von 1 (völlig unsympathisch) bis 5 (sehr sympathisch) den Durchschnittswert von 3.5; direkt danach rangiert Verbraucherministerin Renate Künast (3.4). Platz drei teilen sich die neue Grünen-Vorsitzende Claudia Roth und FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle mit jeweils 3.1 Punkten. Am unbeliebtesten sind der nordrhein-westfälische FDP-Chef Jürgen Möllemann (2.7) und Bundesumweltminister Jürgen Trittin (2.6). Joschka Fischer genießt mit 3.5 Punkten sogar unter FDP-Wählern ein höheres Ansehen als alle freidemokratischen Spitzenpolitiker mit Ausnahme Westerwelles (3.7). Möllemann, der gerne FDP-Kanzlerkandidat werden würde, ist dagegen selbst in den eigenen Reihen relativ unbeliebt und kommt bei den FDP-Wählern nur auf einen Wert von 2.9 Punkten. Die Strategie der FDP-Spitze, sich von der Union abzukoppeln und auf die SPD zuzubewegen, wird von den freidemokratischen Wählern nicht unterstützt. Nur 28 Prozent bevorzugen eine sozialliberale Koalition; dagegen sähen 46 Prozent gerne wieder eine Union/FDP-Regierung im Amt. Die Wähler der Grünen sind laut Forsa klar auf Rot-grün festgelegt. 63 Prozent bevorzugen diese Konstellation, nur vier Prozent wären dagegen für Schwarz-grün. Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für inhaltliche Rückfragen: Andreas Hoidn-Borchers stern-Redakteur Tel 030-20224220 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Gruner+Jahr, STERN

Das könnte Sie auch interessieren: