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stern: EU-Kommissionssitz "Berlaymont" kostet bis zu 320 Millionen Mark mehr

Hamburg (ots) - Die Renovierung des dreizehnstöckigen EU-Kommissionssitzes "Berlaymont" in Brüssel droht alle Kostenprognosen zu sprengen. Inzwischen hält man es in der EU-Behörde nach Informationen des Hamburger Magazins stern für möglich, dass auf den europäischen Steuerzahler eine Gesamt-Rechnung von über einer Milliarde Mark zukommt. Wirtschaftsprüfer der Firma Ernst & Young warnten EU-Kommissar Neil Kinnock bereits vor unvorhergesehenen Mehrkosten von umgerechnet bis zu 320 Millionen Mark, wenn nicht energisch gegengesteuert werde. Die Prüfer entdeckten nach stern-Informationen in den Büchern der vom belgischen Staat gegründeten Gesellschaft Berlaymont 2000 (B2000) mehrere Verdachtsmomente für Betrug. So habe der von der deutschen Strabag und Bouygues (Frankreich) getragene Generalunternehmer Europconstruct womöglich überhöhte Kosten geltend gemacht. Den Auftrag zur Finanzierung der Bauarbeiten schanzte B2000 ohne Ausschreibung den Banken Fortis und Babcob zu, die selbst Aktionäre von Berlaymont 2000 sind. Die Kosten dieser Kredite, so warnten die Wirtschaftsprüfer, seien überhöht. Ebenfalls ohne Ausschreibung wurde der Architektenauftrag an den Sohn eines einflussreichen belgischen Politikers vergeben. Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Hans-Martin Tillack, Tel. 0032/2/285 09 29 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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