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Klimmt im stern: "Sehe keine Konsequenzen"

Hamburg (ots) - Für Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt ergeben sich aus den gegen ihn geführten Ermittlungen der Koblenzer Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue "keine Konsequenzen für meine politische Arbeit". Damit bezog der SPD-Politiker, der am Dienstag von der Koblenzer Staatsanwaltschaft ivernommen worden ist, in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern Stellung zu möglichen Folgen eines Strafbefehls oder einer Anklage. Klimmt wird verdächtigt, als Präsident des 1. FC Saarbrücken zusammen mit seinem damaligen Vize, dem heutigen saarländischen Innenminister Klaus Meiser (CDU), rund 600 000 Mark an Spenden von dem ehemaligen, inzwischen inhaftierten Trierer Caritas-Manager Hans-Joachim Doerfert gegen fingierte Verträge für den Fußballverein aquiriert zu haben. Den Verein saniert zu haben, gehöre zu seinen "Erfolgen", betonte Klimmt und fügte hinzu: "Engagement für einen Fußballverein kann manchmal mehr Fremdenfeindlichkeit abbauen helfen als politische Sonntagsreden." Zum Zeitpunkt seiner Berufung zum Bundesminister für Verkehr und Wohnungswesen im Kabinett Schröder habe er nichts von den Ermittlungen gewusst. Klimmt nannte die Vorgänge um die Spendenbeschaffung von Ex-Kanzler Helmut Kohl als "nicht vergleichbar" mit seinen Aktivitäten. Trotzdem habe er sich bisher zur Kohl-Affäre nicht geäußert, sagte Klimmt, " dabei bleibt es". Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: stern-Reporter Klaus Wirtgen, Tel. 0172/412 54 97 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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