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stern-Aktion "Mut gegen rechte Gewalt"
Ulrich Wickert: "Ich engagiere mich für die CD "Mut" weil es eine Staatsbürgerpflicht ist, dafür zu sorgen, dass wir in unserem Land keine rechte Gewalt zulassen."

    Hamburg (ots)-
    
    - Querverweis: Bild wird über obs versandt und ist abrufbar unter:
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    Bildunterschrift:
    Vorstellung der CD "Mut" am 3.11. 2000 in Hamburg
    Stern-Chefredakteur Andreas Petzold, Dariusz Michalczewski
    Ulrich Wickert, Smudo Fotograf Peter Thomann, Copyright stern -
    Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten

    Smudo: "Ich bin ein großer Fan der EXIT-Kampagne vom stern, weil
sie genau richtig greift, nicht einfach Parolen und Sprüche unters
Volk bringt, sondern Rechtsradikalen Aussteigerhilfe bietet."
    
    Dariusz Michalczewski: "Keiner wird als Nazi oder als Krimineller
geboren. Die Aufgabe von uns Prominenten ist, den jungen Menschen
Wege zu zeigen."
    
    Heute wurde die CD "Mut" auf einem Pressegespräch in Hamburg
vorgestellt. Von den 21 an der CD beteilgiten Prominenten waren
Smudo, Ulrich Wickert und Dariusz Michalczewski anwesend. Andreas
Petzold, stern-Chefredakteur: "Der stern hat im August die Aktion
"Mut gegen rechte Gewalt" ins Leben gerufen, weil es bei diesem Thema
nicht nur unsere Aufgabe ist, zu berichten, sondern auch, uns
einzumischen. Es kann nicht sein, dass jeder, der nicht wie ein
Deutscher aussieht, in Deutschland um sein Leben fürchten muss. Es
hat uns sehr gefreut, dass wir sehr kurzfristig mit unseren Partnern
Büro Lärm und Edel das CD-Projekt "Mut" auf die Beine stellen
konnten. Mit Hilfe der 21 Prominenten, die Lieder ausgesucht haben,
mit denen sie ganz persönlich ein Signal setzen wollen für Mut gegen
rechte Gewalt. Wir laden herzlich jeden ein, sich an unserer Aktion
"Mut gegen rechte Gewalt" zu beteiligen."
    
    Smudo: "Ich bin ein großer Fan der EXIT-Kampagne vom stern, weil
sie genau richtig greift, nicht einfach Parolen und Sprüche unters
Volk bringt, sondern Aussteigerhilfe bietet. Mir gefällt, dass auf
der CD "Mut" nicht die Musiker ihre eigenen Songs anbieten und sagen,
dass ist mein toller Gema-Knaller-Song mit dem ich gegen rechts bin,
sondern es ist eine kleine Geschichte dahinter. Jeder von den
Prominenten erzählt, durch welchen Song er Mut bekommen hat. Ich hab
mir einen Rocksong von den Black Crowes gewünscht, eine der
großartigsten Bands die es überhaupt gibt. Ehrlich gesagt
HipHop-Songs, die mir Mut machen, gibt es nicht so viele. Es gibt
viele HipHop-Songs die viel Spaß machen."
    
    Dariusz Michalczewski: "Ich engagiere mich schon seit 1994 mit
meiner Aktion "Sport gegen Gewalt". Meine Aufgabe ist, den jungen
Menschen eine Perspektive aufzuzeigen. Keiner wird als Nazi oder als
Krimineller geboren, glaube ich.
    
    Die Aufgabe von uns Prominenten ist, den jungen Menschen Wege zu
zeigen, die meisten rutschen einfach in die Nazi-Szene rein, weil sie
da z. B. einfach ein paar Kisten Bier umsonst bekommen. Jeder Mensch
hat ein Talent, ich kann die jungen Menschen in Richtung Kampf-Sport
begeistern, andere Prominente können jungen Menschen andere Wege
aufzeigen. Ich finde diese CD-Aktion wirklich toll, Deutschland ist
so ein tolles Land, ich wohne hier seit 12 Jahren, ich fühle mich
hier richtig wohl und möchte nie mehr woanders wohnen. Nur diese
rechtsradikale Seite müssen wir alle beseitigen."
    
    Ulrich Wickert: "Ich engagiere mich für die CD "Mut" weil es eine
Staatsbürgerpflicht ist, dafür zu sorgen, dass wir in unserem Land
keine rechte Gewalt zulassen. Ich gehöre zur Generation, die in den
60er Jahren politisch aufgewacht ist, zu einem Zeitpunkt als es um
Auseinandersetzungen mit der deutschen Nazi-Vergangenheit ging.
Gerade in einem Land wie in unserem, mit unserer Vergangenheit, ist
es eine besondere Pflicht, zu überlegen, was die Verantwortung des
Bürgers ist. Wir sind verpflichtet uns für eine humane Gesellschaft
einzusetzen. Und eine humane Gesellschaft basiert auf den
Menschenrechten und auf der Demokratie. Man ist schuldig für den
Zustand der Gesellschaft, in der man lebt, den Zustand des Staates,
in dem man lebt. Wenn man nichts tut, wenn man hinnimmt, dann lädt
man Schuld auf sich. Wenn man mit wirkt an einer Gesellschaft, wenn
man versucht, z.B. Rechtsextremismus zu bekämpfen, dann  hat man
weniger Schuld. Ich finde, dass ist die Verpflichtung, die jeder von
uns hat und aus diesem Grunde nehme ich an dieser Aktion mit großem
Vergnügen teil."
    
    Von jeder verkauften CD, die ab 6. November im Handel erhältlich
ist, gehen fünf Mark an die Aktion. Mit dem Geld wird die Arbeit von
Projekten gegen rechte Gewalt unterstützt, die schnell und direkt vor
Ort handeln. Bei der Auswahl der Projekte arbeitet der stern eng mit
der "Amadeu Antonio Stiftung" zusammen. Es werden auch verschiedene
Vereine unterstützt, die sich um Opfer rechter Gewalt kümmern. Und
das Projekt "EXIT Deutschland", das der stern  für Deutschland ins
Leben gerufen hat: Nach dem  gleichnamigen schwedischen Vorbild
konzipiert, hilft "EXIT" Personen, die sich aus Neonazi-Gruppen oder
Organisationen lösen wollen.
    
    Die CD ist ein Gemeinschaftsprojekt des stern, der edel &
entertainment GmbH und Büro LÄRM. Ab sofort können über den
stern-Audio-Service ein Hörfunkbeitrag sowie einzelne
Prominenten-Statements zu der CD abgerufen werden - Tel. 040/3703 -
4526. Ausführliche Berichte über die  Aktion und ein Diskussionsforum
zu diesem Thema finden sich unter der Internet-Adresse
www.stern.de/gewalt
    
    
ots Originaltext: stern
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Für Rückfragen:

Christina Leitow
stern-Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Am Baumwall 11
20459 Hamburg
Tel. 040/37033706, Fax -5741
E-mail leitow.christina@stern.de.
www.stern.de/presse

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