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"Ariel Sharon wird kein Stolperstein sein"
stern-Interview mit Israels Ministerpräsident Ehud Barak

Israels Ministerpräsident Ehud Barak erwartet von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der Ende der Woche den Nahen Osten besucht, dass er zusammen mit den europäischen Regierungen seinen Einfluss auf Jassir Arafat nutzt, "damit er die Gewalt beendet und an den Verhandlungstisch zurückkehrt". Um zum Frieden zu kommen, bedürfe es aber Führung. "Es scheint so, als ob Arafat - zumindest im Augenblick - nicht reif für den Frieden sei", sagte Barak in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern. Seine Regierung werde alles unterlassen, "mit dem wir die Palästinenser in eine Ecke drängen". "Darum werden wir weder medizinische Hilfe verweigern noch Telefonverbindungen beenden oder ähnliches, obwohl sie von uns abhängig sind", sagte Barak. Andererseits müsse Israel als "jüdischer demokratischer Staat, als Vorhut der demokratischen Welt in dieser unruhigen Region" geschützt werden. Barak verteidigte im stern-Interview seine Bemühungen mit Likud-Chef Ariel Sharon eine Regierung zu bilden: "Wenn er erst mal in der Regierung ist, glaube ich nicht, dass er ein Stolperstein sein wird." Im Übrigen sei auch das Likud-Programm für den Frieden. Er werde niemals seine Entschlossenheit verlieren, "jeden Weg zum Friedensschluss zu suchen, auch wenn wir angesichts der Ereignisse der vergangenen drei Wochen manche Teile einer solchen Übereinkunft neu überdenken müssen", sagte der israelische Ministerpräsident. Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: STERN Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen steht stern-Redakteur Hans-Hermann Klare, Tel. 040/3703-3595 zur Verfügung. Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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