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Rezzo Schlauch im stern: Grüne sollen "strategische Allianzen" mit der Autoindustrie eingehen
Deutschland soll "Silicon Valley für umweltschonende Autotechnik" werden

Hamburg (ots) - Der grüne Fraktionschef Rezzo Schlauch hat einen neuen Vorstoß unternommen, um das Verhältnis seiner Partei zum Auto zu normalisieren. In einem Beitrag für das Hamburger Magazin stern schreibt Schlauch, beim Verkehr gehe es für viele Menschen "um reale Notwendigkeiten des Lebens, die oft nur mit den Mitteln individueller Mobilität - und damit eben mit dem Auto - beantwortet werden können." Das seien Menschen auf dem Land, Pendler, junge Menschen, die ihre Lebenswelt erkunden wollten, oder die wachsende Zahl rüstiger Senioren, die ein aktives Leben führen könnten. Schlauch forderte die Grünen auf anzuerkennen, dass das Auto auch in der Zukunft ein Fortbewegungsmittel beiben werde. Es gebe keine Rechtfertigung, den Menschen in Lateinamerika oder China zu verwehren, "so viele Autokilometer zu fahren wie im Durchschnitt die Mitglieder der Grünen". Allerdings müsse das Auto auf den "Stand der Technik" gebracht werden. Gerade die Grünen sollten sich nicht zu schade sein, "strategische Allianzen mit den Entwicklungsabteilungen der Automobilindustrie einzugehen, die dabei sind, Diesel- und Otto-Motor im Verbrauch drastisch zu reduzieren, die die Brennstoffzelle vorantreiben und das Wasserstoffauto auf die Straße bringen". Bis 2006, dem Jahr der Fußballweltmeisterschaft, solle in Deutschland "ein Silicon Valley für energieeffiziente und umweltschonende Automobiltechnik entstehen". Für den Namensbeitrag im stern liess sich Rezzo Schlauch in seinem Traumauto fotografieren - einem offenen Sportwagen vom Typ Zato L3, der eine Spitzengeschwindigkeit von 200 KMH erreicht, aber im Drittelmix nur 3,4 Liter Diesel verbraucht. Schlauch: "Das Auto ist ökologisch okay, technisch auf der Höhe der Zeit - und hat gleichzeitig einen hohen Fun-Faktor." Der Fraktionschef ist sich allerdings sicher, dass das Bild Empörung hervorrufen wird: "Ein Grüner im Sportwagen - das ist ein bisschen wie Mutter Teresa mit einer Knarre." Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: Lorenz Wolf-Doettinchem Tel.: 030-20 22 40 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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