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stern: Daimler-Chrysler-Chef Schrempp kündigt Rekordergebnis an
Beim Gewinn "ganz deutlich über dem Vorjahr"
Hyundai zweite große Chance für Daimler-Chrysler in Asien

Daimler-Chrysler-Chef Jürgen E. Schrempp ist zuversichtlich, dass sich der schlingernde Aktien-Kurs des Unternehmens auf Sicht stabilisieren wird. In einem Gespräch mit dem Hamburger Magazin stern sagte Schrempp: "Wir sind das bestaufgestellte Automobilunternehmen. Wenn deutlich wird, wie erfolgreich wir am Markt agieren, wird die Aktie dort hingehen, wo sie hingehört. Ein Kurs von 80 Euro wäre fürs erste sicher nicht verkehrt." Beim Gewinn nach Steuern und Gewinn pro Aktie werde das Unternehmen in diesen Jahr "ganz erheblich über dem sehr guten Vorjahr liegen. Der Vergleich unseres diesjährigen Gewinns mit den Wettbewerbern wird unsere Spitzenstellung noch einmal deutlich unterstreichen". Bei den PKW von Mercedes-Benz und den Nutzfahrzeugen werde wieder ein Rekordergebnis eingefahren. Der Konzern-Chef hält die Mega-Fusion mit Chrysler trotz erheblicher Friktionen für richtig: "Vom Geist her war es eine Fusion unter Gleichen, ganz eindeutig." Dass dies teilweise anders gesehen werde, "weil wir eine deutsche AG mit Sitz in Stuttgart sind, ist verständlich". Dennoch werde die Zentrale der Daimler-Chrysler AG in Stuttgart bleiben: "Unsere Wurzeln sind hier," sagte Schrempp dem stern. Schrempp schloß nicht aus, den japanischen Automobilkonzern Mitsubishi, an dem Daimler-Chrysler bereits eine 34-prozentige Beteiligung hat, vollständig zu übernehmen. "Wir haben in drei Jahren die Option, dieses zu tun, und so eine Option zu haben ist schon psychologisch nicht zu unterschätzen." Der koreanische Autokonzern Hyundai, an dem Daimler-Chrysler zehn Prozent hält, sei "die zweite große Chance, die wir in Asien haben". Schrempp kündigte in dem stern-Interview außerdem an, als Antwort auf die Absichten von VW und Ford, in das attraktive Segment der Oberklasse einsteigen zu wollen, im Jahr 2003 die Luxuslimousine Maybach auf den Markt zu bringen, "um deutlich zu machen, was wir unter automobiler Spitzenklasse verstehen". Heftig kritisierte Schrempp die Ökosteuer. "Machen wir uns nichts vor, die Steuer wird...dazu benutzt, um die Renten zu finanzieren. Wenn ich eine Ökosteuer erhebe, dann müsste ich eigentlich die Steuer für Zwecke der Verbesserung der Umwelt einsetzen, und das passiert ja im Augenblick nicht." Deswegen habe er keine Zweifel, dass in Regierungskreisen darüber nachgedacht werde, wie man diese Steuer für den Bürger transparenter und damit akzeptabler machen könne. Das Verhältnis der Automobilindustrie zu Bundeskanzler Gerhard Schröder bezeichnete Schrempp als gut. "Wir haben einen wirklich sehr guten und konstruktiven Dialog, und das ist das, was wir brauchen." ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Norbert Höfler Tel. 040-3703-3600 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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