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stern: Anlegerschutz wird in Deutschland klein geschrieben

Das Thema Anlegerschutz wird in deutschen Unternehmen offenbar wenig beachtet. Das ist das Ergebnis einer stern-Umfrage unter den 70 größten Konzernen Europas, die in der aktuellen Ausgabe des Hamburger Magazins vorgestellt wird. Resultat der Untersuchung: Besonders bei Fragen zur grundsätzlichen Bedeutung des Themas "Corporate Governance" (Unternehmenskontrolle) hinken deutsche Firmen internationalen Normen hinterher. Von zehn Unternehmen, die in der Umfrage auf den hinteren Rängen landeten, kamen neun aus Deutschland. Für Jella Benner-Heinacher von der "Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz" (DSW) ist das Resultat "ein Armutszeugnis der Investor-Relations-Abteilungen deutscher Unternehmen". Der Fragebogen wurde in Zusammenarbeit mit den Anlegerschutzorganisationen DSW (Deutschland) und dem Washingtoner Investor Responsibility Research Center (IRRC) entwickelt und Ende Juli den Aufsichtsräten aller Firmen aus dem Deutschen Aktienindex und dem europäischen "Euro Stoxx 50"-Index vorgelegt. Den ersten Platz der Umfrage belegte der Schweizer ABB-Konzern, gefolgt von vier britischen Firmen (Astra Zeneca, Vodafone, Diageo und Marconi). Als bestes deutsches Unternehmen landete die ehemalige Siemens-Tochter Epcos auf dem achten Rang. Adidas (Platz 12), Schering (16) und RWE (17) erzielten ebenfalls überdurchschnittliche Ergebnisse. Schlecht schnitten dagegen die Hypovereinsbank, Thyssen-Krupp, die Münchner Rückversicherung und Linde ab. Ausführliche Informationen zu der Umfrage und die detaillierten Resultate sind im Internet ab Donnerstag unter www.stern.de/magazin nachzulesen. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: stern-Redakteur Ulric Papendick, Tel. 040/3703 3624. Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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