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stern-Ranking: Vertrauen zu Politikern schwindet - Kanzlerin verliert besonders stark - Westerwelle erneut Schlusslicht

Hamburg (ots) - Das politische Spitzenpersonal Deutschlands wird von der Bevölkerung schlechter benotet als noch vor acht Wochen. Das ergibt sich aus dem neuen Politikerranking des Hamburger Magazins stern, in dem die Bürger ausgewählten Politikern Vertrauenspunkte auf einer Skala von 0 (kein Vertrauen) bis 100 (sehr großes Vertrauen) vergeben konnten.

Mit im Schnitt 61 Punkten liegt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) weiter an der Spitze, er bekam jedoch zwei Punkte weniger als im stern-Ranking Anfang Juni. Die stärksten Einbußen musste Kanzlerin Angela Merkel hinnehmen. Die Bürger gaben ihr nur noch 56 Vertrauenspunkte - ein Minus von 6 Punkten. Die CDU-Chefin rangiert nunmehr 5 Punkte hinter Guttenberg auf dem zweiten Platz. Die Enttäuschung über die schlechte Leistung der Regierung trifft aber auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, CDU (ebenfalls 56 Punkte, minus 5) und Finanzminister Wolfgang Schäuble CDU (53 Punkte, minus 5). Im Mittelfeld liegen CSU-Chef Horst Seehofer (45 Punkte, minus 3) und Familienministerin Kristina Schröder, CDU (41 Punkte, minus 2).

Leicht an Vertrauen verlor auch das Personal der Opposition. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier kam mit 54 Punkten (minus 1) auf Rang vier. SPD-Chef Sigmar Gabriel konnte 48 Punkte sammeln (minus 2). Ebenfalls im Mittelfeld: Grünen-Fraktionschefin Renate Künast (46 Punkte, minus 2). Linken-Fraktionschef Gregor Gysi belegt mit 34 Punkten (minus 3) einen Platz im unteren Drittel.

Schlecht schnitten die Politiker der FDP ab: Gesundheitsminister Philip Rösler liegt mit 37 Punkten (minus 3) nur knapp vor Gysi. Schlusslicht ist erneut Außenminister Guido Westerwelle. Er kommt nur auf magere 31 Punkte (minus 2). Für den Vizekanzler ist es ein neues Rekordtief. Im Laufe des Superwahljahres 2009 hatte der damalige Oppositionsführer in den stern-Rankings bis zu 48 Punkte erhalten. Anfang Januar 2010, nach zwei Monaten im Amt, stand er noch bei 42 Punkten. Im April, nach der Debatte um die Auswahl seiner Begleiter bei Dienstreisen, war er auf 34 Punkte abgestürzt.

Datenbasis: 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 21. bis 23. Juli 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Institut: Forsa. Auftraggeber: stern

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Dirk Benninghoff
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