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stern: Monti prüft Atom-Rückstellungen

Hamburg (ots) - EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti prüft nach Informationen des Hamburger Magazins stern, ob die deutschen Kernkraftwerksbetreiber von unzulässigen Staatsbeihilfen profitieren. Monti sei tätig geworden, heißt es in der Umgebung des Kommissars, nachdem mehrere deutsche Stadtwerke im November 1999 eine Beschwerde in Brüssel eingereicht hatten. Die Stadtwerke sehen in der Steuerfreiheit der Rückstellungen, die die großen deutschen Energieversorger wie RWE oder Eon für Entsorgung und Abwracken ihrer Atomanlagen angelegt haben, eine verbotene staatliche Beihilfe. Im liberalisierten Strommarkt würden "diese Rückstellungen jetzt gegen uns eingesetzt", begründete Johannes van Bergen von den Stadtwerken Schwäbisch Hall die Beschwerde. Monti will jetzt "Fall für Fall" prüfen, ob die Nuklearwirtschaft von unzulässigen Subventionen profitiert. Die Grünen im Europaparlament werfen der EU-Behörde vor, zwar "sehr scharfe Untersuchungen" aller Beihilfen für erneuerbare Energien vorzunehmen, so der Luxemburger Europaabgeordnete Claude Turmes, aber eine "systematische Untersuchung" der Atomsubventionen zu scheuen. Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: Hans-Martin Tillack Tel 0032 / 2 / 285 09 29 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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