Gruner+Jahr, STERN

James Nachtwey - Civil Wars
Fotoausstellung des stern in der Galerie Le Manège in Berlin-Mitte

Hamburg (ots) - James Nachtwey ist der berühmteste Kriegsfotograf unserer Zeit. Seit fast 20 Jahren fotografiert er in Krisengebieten dieser Welt - Afghanistan und Bosnien, Ruanda und El Salvador, Nordirland und Kurdistan, Somalia und Südafrika. Dabei entstanden Dokumente dessen, wozu Menschen auch am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts noch fähig sind: Bilder von apokalyptischem Leiden, archaischem Hass, kollektivem Blutrausch. Rund achtzig der vielfach ausgezeichneten Fotos präsentiert der stern jetzt vom 16. Juli bis zum 27. August 2000 in der Ausstellung "James Nachtwey - Civil Wars" in der Galerie Le Manège in Berlin-Mitte. Die Ausstellung wird am kommenden Sonnabend, den 15. Juli, um 19.00 h mit geladenen Gästen eröffnet. Der Fotograf wird anwesend sein. James Nachtwey wurde 1948 im US-Bundesstaat Massachusetts geboren. Er besuchte Dartmouth College, eine der angesehensten Hochschulen der USA. Dort studierte er Kunstgeschichte und Politikwissenschaften und beschloss, Fotograf zu werden. Nach dem Ende seines Studiums jobbte Nachtwey zunächst auf Handelsschiffen und als Lastwagenfahrer, dann als Assistent eines Nachrichten-Redakteurs bei der US-Fernseh-Gesellschaft NBC in New York. 1976 begann er als Lokalfotograf in Neu Mexiko zu arbeiten, ab 1980 als freier Fotograf in New York. 1981 fuhr Nachtwey nach Nordirland, um die Unruhen vor allem in Belfast festzuhalten. Das wurde der Beginn seiner internationalen Karriere als Fotograf sozialer und vor allem kriegerischer Konflikte. Seither hat er in den achtziger Jahren vor allem in den lateinamerikanischen Bürgerkriegen fotografiert, hat den Nahost-Konflikt im Libanon, in Israel und den besetzten Gebieten porträtiert, hat sich auf den Kriegsschauplätzen Afrikas aufgehalten. Viele Monate verbrachte er in Südafrika, um das Ende der Apartheid zu dokumentieren. Immer wieder zog es ihn zu den Konflikten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, nach Bosnien, Rumänien,Tschetschenien. Bei verschiedenen Besuchen in Afghanistan entstand 1996 eine große Bilddokumentation des dortigen Krieges, die jetzt in Auszügen neben anderen Bildern in der stern-Ausstellung zu sehen ist. "Was ich festhalte", sagt Nachtwey, "wird Teil des ewigen Archivs unseres kollektiven Gedächtnisses sein. Und ich weiß, dass Fotos Verantwortliche zum Handeln zwingen können. Ohne die Bilder von Bürgerkrieg und Hunger in Somalia wäre niemand dort eingeschritten. Ohne die Fotos aus Bosnien wäre der Krieg vielleicht noch immer nicht beendet." Seit 1986 ist James Nachtwey Mitglied der Foto-Agentur »Magnum«. Sein Werk ist vielfach ausgestellt und ausgezeichnet worden. So erhielt Nachtwey bisher zweimal den World Press Preis, fünfmal die Robert Capa Medaille, zweimal den Infinity Award des International Center of Photography in New York. Nachtwey war sechsmal Magazin-Fotograf des Jahres in den USA und erhielt das Eugene-Smith-Gedächtnis-Stipendium. Die stern-Fotoausstellung "James Nachtwey - Civil Wars" ist zu sehen vom 16. Juli bis 27. August 2000 in der Galerie Le Manège, Auguststrasse 83, 10117 Berlin-Mitte. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11.00 bis 21.00 Uhr, Sonnabend bis 24.00 Uhr, Montag geschlossen. Zur Ausstellung ist im Rahmen der stern-Bibliothek der Fotografie ein umfangreiches Portfolio mit gleichem Titel erschienen ( 94 Seiten, 29,90 Mark). ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Hannelore Gauster stern Kommunikation+Öffentlichkeitsarbeit Tel. 040/3703-3717, Fax 040 /3703-5683 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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