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stern-RTL-Wahltrend
SPD sinkt erstmals unter 20 Prozent

    Hamburg (ots) - Nach ihrem Parteitag in Dresden ist die SPD in der Wählergunst eingebrochen. Im stern-RTL-Wahltrend, der in der Woche nach dem Parteitag erhoben wurde, sackten die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 19 Prozent ab - es ist der niedrigste Wochenwert, den das Forsa-Institut je für die SPD gemessen hat. Damit liegt die Partei vier Punkte unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor zwei Monaten, als sie mit 23,0 Prozent ihr schlechtestes Resultat in der Geschichte der Bundesrepublik einfuhr.

    Von der Schwäche der SPD profitieren die Grünen, die um einen Punkt auf 13 Prozent stiegen. Die Union legt im stern-RTL-Wahltrend um einen Punkt auf 37 Prozent zu, die Liberalen fallen um einen Punkt auf 12 Prozent. Ungeachtet der Spekulationen um die Zukunft des erkrankten Parteichefs Oskar Lafontaine würden sich wie in den Wochen zuvor 12 Prozent der Wähler für die Linke entscheiden. Für "sonstige Parteien" würden 7 Prozent der Wähler stimmen.

    Trotz seiner umjubelten Antrittsrede auf dem Dresdner Parteitag punktet der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bei den Wählern nicht. Auf die Frage, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich nur 19 Prozent der Deutschen für Gabriel, 60 Prozent zogen Merkel vor. Damit schnitt Gabriel schlechter ab als der damalige Parteichef Kurt Beck, der zu Beginn seiner Amtszeit im Mai 2006 auf eine Zustimmung von 25 Prozent kam. Hätten die Bürger die Wahl zwischen Frank-Walter Steinmeier und Merkel, würden sich nach dem stern-RTL-Wahltrend ebenfalls 19 Prozent für den ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten, aber bei der Konstellation nur 57 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden.

    Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, der neue SPD-Chef habe "für die Menschen noch keine Konturen". Alarmierend für Gabriel sei, dass sich lediglich 15 Prozent der Jüngeren (18- bis 29-Jährige) für ihn entscheiden würden. Und nur 46 Prozent der SPD-Wähler würden ihn zum Kanzler wählen, Steinmeier habe dagegen im Augenblick noch 54 Prozent der SPD-Wähler hinter sich.

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